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Das Erbe in der Schweiz - Wer erbt was?

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Es ist ratsam, dass Sie bereits zu Lebzeiten überlegen, was mit Ihrem Hab und Gut nach Ihrem Ableben passieren soll. 

Mithilfe eines Testaments können Sie festlegen, wer was und wie viel von der Erbmasse bekommt und stellen sicher, dass Ihr Nachlass im Erbfall so schnell wie möglich geregelt wird. 

Erfahren Sie im folgenden Artikel alles zum Erben in der Schweiz – von der Zusammensetzung der Erbengemeinschaft bis hin zum Pflichtteil und zur Erbschaftssteuer.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich zum Thema Erben in der Schweiz unbedingt von einem Anwalt für Erbrecht beraten lassen. 

Dieser verfügt über das nötige Know-how und kann Ihnen bei der Erstellung eines Testamentes unter die Arme greifen und so Formfehler vermeiden. In unserer Anwaltssuche auf Erbrechtsinfo.ch finden sie schnell und bequem einen passenden Anwalt für Ihr Anliegen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:
  • Beim Erben in der Schweiz unterscheidet man zwischen der gesetzlichen Erbfolge und der gewillkürten Erbfolge.
  • Beim Erben mit Testament oder Erbvertrag müssen Pflichtteile berücksichtigt werden.
  • Gibt es mehrere Erben, entsteht automatisch eine Erbengemeinschaft.
  • Über einen Erbvorbezug oder Schenkungen kann der Nachlass schon zu Lebzeiten verteilt werden.
  • Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht von Erbrechtsinfo.ch unterstützt Sie bei allen Fragen rund um das Erben in der Schweiz.

Erben – was steht im Gesetz?

Das Schweizer Erbrecht gehört zum schweizerischen Privatrecht. Näher bestimmt ist das allgemeine Erbrecht im dritten Teil des Zivilgesetzbuches ab Artikel 457. Beim Erben in der Schweiz wird zwischen der gesetzlichen Erbfolge und der gewillkürten Erbfolge (Erben mit Testament oder Erbvertrag) unterschieden. 

Die gesetzliche Erbfolge kommt beim Erben dann zum Tragen, wenn vom Erblasser keine gültige Verfügung des Todes wegen vorliegt. Mit dem Tod des Erblassers gehen dessen Vermögenswerte auf den oder die Erben über. Gibt es mehrere Erben, so bilden diese automatisch eine Erbengemeinschaft.

Was bedeutet Pflichtteilsanspruch beim Erben?

Beim Erben in der Schweiz hat ein bestimmter Personenkreis ein Anrecht auf einen gesetzlich festgelegten Teil des Erbes. 

Dieser sogenannte Pflichtteil steht – je nach Erbenkonstellation – dem Ehegatten beziehungsweise eingetragenen Lebenspartner, den Kindern und Eltern eines Erblassers zu. 

Die Pflichtteil Höhe ist ebenfalls von der Erbenkonstellation abhängig; allgemein gewährleistet der Pflichtteil, dass die gesetzlichen Erben auch bei der gewillkürten Erbfolge nicht ganz vom Erbe ausgeschlossen werden. 

Verletzt ein Erblasser im Testament Pflichtteilsansprüche, so kann der Pflichtteilsberechtigte seinen Pflichtteil einklagen.

Was besagt die gesetzliche Erbfolge?

Bei der gesetzlichen Erbfolge in der Schweiz wird zwischen drei Parentelen unterschieden, die die Erbschaft Reihenfolge festlegen. 

Zu den Erben der ersten Parentel zählen die Nachkommen des Erblassers, die zu gleichen Teilen erben. An die Stelle der verstorbenen Kinder treten deren Nachkommen, also die Enkel beziehungsweise Urenkel des Erblassers. 

Sind aus der ersten Parentel keine Nachkommen mehr vorhanden, erben die Erben der zweiten Parentel (Stamm der Eltern des Erblassers). Nach der Erbschaft Reihenfolge umfasst die dritte Parentel den Stamm der Großeltern und deren Nachkommen.

Hinweis!

Für verheiratete Paare gilt beim Erben in der Schweiz das Ehegatten Erbrecht, das Ehegatten und eingetragene Lebenspartner der ersten Parentel zuordnet. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner erben also zu gleichen Teilen wie die direkten Nachkommen des Erblassers, verdrängen aber niemanden aus der zweiten Parentel.

Sind Stiefkinder rechtliche Erben?

Erben Stiefkinder genau wie die leiblichen Nachkommen eines Erblassers? Diese Frage stellt sich vor allem in Patchworkfamilien. 

Beim Erben sind Stiefkinder den direkten Nachkommen eines Erblassers nicht gleichgestellt, sie haben also keinen Platz in der Erbreihenfolge. 

Adoptierte Kinder hingegen sind den direkten Nachkommen eines Erblassers gleichgestellt und zählen wie die leiblichen Nachkommen beim Erben zur ersten Parentel.

Wie setzt sich der gesetzliche Erbteil zusammen?

Die Höhe des gesetzlichen Erbteils hängt von der Erbenkonstellation ab. Je nach dem erfolgt auch die Erbteilung in der Schweiz. Von besonderer Bedeutung für die Erbteilung in der Schweiz ist, ob ein Erblasser einen Ehepartner und Kinder, nur eins von beidem oder weder Ehepartner noch Kinder hinterlässt. 

Hinterlässt ein Erblasser beispielsweise drei Kinder, so erbt jedes ein Drittel der Verlassenschaft. Kommt eine Ehefrau hinzu, so erbt diese die Hälfte der Verlassenschaft und die drei Kinder erben gemeinsam die andere Hälfte. 

Der Ablauf der Erbteilung ist also vor allem abhängig von der Anzahl und Konstellation der Erben. Hier können Sie sich näher über den gesetzlichen Erbteil informieren. Gern können Sie über unsere Anwaltssuche auch Kontakt zu einem Erbrechtsexperten aufnehmen. 

Dieser kann Sie zu allen erbrechtlichen Themen umfassend beraten – vom Willensvollstrecker über die Unternehmensnachfolge bis hin zum Schenkungsvertrag.

Ist es möglich den Enkeln einen größeren Erbanteil hinterlassen zu können?

Großeltern können ihren Großkindern durch die gewillkürte Erbfolge einen größeren Erbteil hinterlassen. Sie müssen nur beim Erben Pflichtteile bedenken. Solange die pflichtteilsberechtigten Erben Pflichtteile erhalten, kann die freie Quote den Enkeln vererbt werden. 

Bei Verheirateten beträgt die freie Quote 37,5 Prozent, bei Alleinstehenden 25 Prozent. Sollen die Enkel noch mehr erben, müssen die pflichtteilsberechtigten Erben hierfür auf ihre Ansprüche verzichten.

Was bedeutet die verfügbare Quote?

Beim Erben in der Schweiz gibt es ja nach Erbenkonstellation einen bestimmten Anteil eines Nachlasses, der vom Erblasser frei verteilt werden darf. Dieser Anteil beim Erben ist die sogenannte freie Quote. Diese Erbquote ist im gesetzlichen Erbrecht beispielsweise wie folgt festgelegt:

  • Ein Erblasser hinterlässt einen Ehepartner und Nachkommen: Die frei verfügbare Quote liegt bei 3/8 der Verlassenschaft (Pflichtteil des Ehepartners ¼ und der Nachkommen 3/8).
  • Ein Erblasser hinterlässt einen Ehepartner und Eltern: Die frei verfügbare Quote liegt bei 1/2 der Verlassenschaft (Pflichtteil des Ehepartners 3/8 und der Eltern 1/8).

Was geschieht mit der Lebensversicherung?

Das Thema Erben und Lebensversicherungen beschäftigt viele Versicherungsnehmer. Welche Erben Lebensversicherungen erhalten, können die Versicherungspartner zu Lebzeiten bestimmen, indem sie eine bestimmte Person in der Police begünstigen. 

Zu beachten ist hier, dass bei Policen mit einem Rückkaufswert die Pflichtteilsansprüche pflichtteilsgeschützter Erben berücksichtigt werden müssen.

Wie kann ich meinen Nachlass regeln?

Beim Erben in der Schweiz gibt es verschiedene Möglichkeiten, seinen Nachlass zu regeln. Hierzu gehört das Erben mit Testament oder Erbvertrag. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, späteren Erben Schenkungen zu Lebzeiten zukommen zu lassen oder einen Erbvorbezug vorzunehmen. 

Wenn Sie sich näher zum Erben mit Testament informieren möchten oder Fragen zum Erbrecht Schweiz mit Testament haben oder nicht wissen, wie Sie beim Erbvertrag Schweiz Pflichtteile berücksichtigen müssen, können Sie sich auf Erbrechtsinfo.ch mit unseren gesonderten Artikeln zum Thema Testament, Erbvertrag, Schenkung und Erbvorbezug informieren.

Hinweis!

Wenn Sie sich für eine Schenkung zu Lebzeiten entschließen, halten Sie diese unbedingt in einem Schenkungsvertrag fest. So vermeiden Sie spätere Erbstreitigkeiten.

Wie erfolgt eine Erbschaft aus dem Ausland?

Wie man beim Erben in der Schweiz bei einer Erbschaft aus dem Ausland verfahren muss, ist klar geregelt. Grundsätzlich gilt, dass eine Erbschaft von einem Erblasser aus dem Ausland abgabenfrei in die Schweiz eingeführt und so in den Besitz der Erben übergehen kann. 

Hierzu ist in bestimmten Fällen eine Bestätigung beziehungsweise Bewilligung nötig und es sind Vorgaben für die Einfuhr zu beachten.

Bestätigung / Bewilligung

Wenn das Erbschaftsgut den Wert von 100 000 Franken übersteigt, muss die Erbschaft aus dem Ausland vor der Einfuhr in die Schweiz bei der jeweiligen Zollkreisdirektion gemeldet werden. Diese erteilt dann die Zustimmung zur abgabenfreien Zulassung von Erbschaftsgut.

Vorgehen bei der Einfuhr

Für die Einfuhr einer Erbschaft aus dem Ausland in die Schweiz benötigen Sie ein ausgefülltes Antragsformular. Dieses muss der Einreisezollstelle vorgelegt werden. 

Außerdem benötigen Sie ab einem Wert der Erbschaft aus dem Ausland von 100 000 Franken die Bestätigung der Zollkreisdirektion, dass die Einfuhr der Erbschaft aus dem Ausland bewilligt wurde.

Was ist der Erbenruf?

Wenn ungewiss ist, ob ein Erblasser Erben hinterlassen hat oder die Identität aller Erben nicht sicher bekannt ist, wird der sogenannte Erbenruf angeordnet. Dieser ist eine öffentliche Aufforderung an potenzielle Erben, sich innerhalb einer Jahresfrist zu melden.

Vater und Sohn sitzen vor dem Laptop

Erbschaftsverwaltung

Wenn nicht alle Erben bekannt sind oder die Erbfolge ungewiss ist, wird eine sogenannte amtliche Erbschaftsverwaltung angeordnet. Diese verwaltet den Nachlass, bis die Situation geklärt ist und sicher ist, wie es mit dem Nachlass weitergeht.

Wie erstelle ich ein Testament?

Im Schweizer Erbrecht gibt es die Möglichkeit, sich für das Erben mit Testament oder für das Erben ohne Testament zu entscheiden. Wer sich für das Erben mit Testament entscheidet und ein Testament erstellen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. 

Zum einen gibt es die Möglichkeit eines eigenhändigen Testaments und zum anderen die eines notariellen Testaments. Sie können sich gern in unseren gesonderten verlinkten Artikeln über die verschiedenen Möglichkeiten eines Testaments beim Erben in der Schweiz informieren. 

Bei weiteren Fragen finden Sie einen passenden Anwalt für Erbrecht in Ihrer Region ganz einfach über unsere Anwaltssuche.

Was ist ein Erbschein und wann wird er benötigt?

Ein Erbschein ist ein Dokument, das Auskunft darüber gibt, wer zu den berechtigten Erben gehört. Der Erbschein wird also benötigt, um sich als Erbe ausweisen zu können. 

Wer beispielsweise für einen Verstorbenen Bankgeschäfte abwickeln möchte, kann mit einem Erbschein nachweisen, dass er zu den Erben gehört und dementsprechend berechtigt ist. Ein Erbschein wird nicht automatisch ausgestellt, sondern muss beantragt werden. 

Dabei ist unerheblich, ob man durch die gesetzliche Erbfolge oder durch ein Testament oder einen Erbvertrag zum Kreis der Erben gehört. Hier können Sie sich näher über den Erbschein informieren, der auch Erbenschein, Erbbescheinigung oder Erbenbescheinigung genannt wird.

Wie entsteht eine Erbengemeinschaft?

Eine Erben Gemeinschaft entsteht beim Erben in der Schweiz automatisch, wenn ein Erblasser mehr als einen Erben hinterlässt. Die Gesamtheit der Erben bildet automatisch eine Erben Gemeinschaft. Dies gilt sowohl für das Erben mit Testament als auch für die gesetzliche Erbfolge, also das Erben ohne Testament.

Auflösung der Erbengemeinschaft

Wenn die Erben die Erbengemeinschaft auflösen möchten, müssen sie dazu die Erbteilung abgeschlossen haben. 

Das heißt, dass der Nachlass vollständig verteilt sein muss, bevor das Erbengemeinschaft auflösen möglich ist. Bei Problemen innerhalb einer Erben Gemeinschaft, Erbstreitigkeiten oder Fragen zur Willensvollstreckung steht Ihnen ein Anwalt von Erbrechtsinfo.ch jederzeit gern zur Seite.

Siegelung der Erbschaft

Wenn in der Schweiz ein Erblasser stirbt, nimmt die Gemeinde eine Siegelung der Erbschaft vor. Dadurch soll die Sicherung der Erbmasse sichergestellt werden. Die Gemeinde fertigt ein Siegelungsprotokoll an. Die Erben haben die Möglichkeit, das Siegelungsprotokoll beim Regierungsstatthalteramt zu bestellen und einzusehen. 

Das Regierungsstatthalteramt ordnet nach Erhalt des Siegelungsprotokolls durch die Gemeinde beim Notar die Errichtung eines Steuerinventars an. Ihr Anwalt für Erbrecht steht Ihnen bei weiteren Fragen gerne zur Verfügung. Nutzen Sie einfach die Anwaltssuche von Erbrechtsinfo.ch, um den passenden Ansprechpartner zu finden.

Welche Steuern sollte man beim Erben beachten?

Beim Erben in der Schweiz und bei Schenkungen zu Lebzeiten fallen unter Umständen Steuern an. Hier ist zwischen der Erbschaftssteuer und der Schenkungssteuer zu unterscheiden.

Besteuerung von Erbschaften

Erbschaften in der Schweiz werden durch die so genannte Erbschaftssteuer besteuert. Die Höhe der Erbschaftssteuer beim Erben in der Schweiz ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen ist das verwandtschaftliche Verhältnis von Erblasser und den Erben, zum anderen die Höhe der Erbschaft von Bedeutung.  

Für die direkten Nachkommen eines Erblassers das ist die Erbschaftssteuer beispielsweise in den meisten Kantonen abgeschafft worden. Mehr zur Erbschaftssteuer erfahren Sie hier.

Besteuerung von Schenkungen

Bei Schenkungen fällt die so genannte Schenkungssteuer an. Diese ist genau wie die Erbschaftssteuer vom verwandtschaftlichen Verhältnis von Schenker und Beschenktem und der Schenkungshöhe abhängig. 

Sowohl bei der Erbschaftssteuer als auch der Schenkungssteuer gibt es sogenannte Freibeträge, für die keine Steuer erhoben wird. Mehr erfahren Sie in unseren gesonderten Artikeln zur Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer.

Wie kann man eine Erbschaft ausschlagen?

Beim Erben in der Schweiz ist jeder Erbe dazu berechtigt, eine Erbschaft auszuschlagen. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Nachlass überschuldet ist. Natürlich kann ein Erbverzicht in der Schweiz auch schon zu Lebzeiten des Erblassers vereinbart werden. 

Hierzu ist ein Erbverzichtsvertrag notwendig. Einen Erbverzichtsvertrag für einen Erbverzicht in der Schweiz können Sie beispielsweise gemeinsam mit einem Rechtsanwalt für Erbrecht aufsetzen.

Hinweis!

Erben haben in vielen Kantonen die Möglichkeit, beim Gericht eine sogenannte „Bescheinigung über Auskunft“ einzufordern. Mit dieser erhalten die Erben einen Überblick über die Höhe des Nachlasses, wodurch ihnen die Entscheidung zur Erbausschlagung oder Erbannahme erleichtert wird.

Erbschaft und Testament: Diese fünf Irrtümer sollten Sie kennen

Für Laien ist das Erbrecht nur schwer zu überblicken. Schließlich gibt es beim Erben viele verschiedene Dinge zu beachten und zahlreiche Ausnahmen, die man erst einmal kennen muss. So passiert es auch, dass sich der ein oder andere Irrtum über das Erben in der Schweiz hartnäckig hält. Im Folgenden möchten wir Sie über die fünf größten Irrtümer beim Erben in der Schweiz informieren.

Irrtum 1: Notarielle Urkunden gelten mehr als handgeschriebene

Damit ein Testament wirksam ist, muss es nicht notariell beurkundet werden. Ein handgeschriebenes Testament wird genauso berücksichtigt. Allerdings ist es wichtig, ein handgeschriebenes Testament von einem Anwalt für Erbrecht prüfen zu lassen. So vermeiden Sie vorm Fehler, die schnell zur Ungültigkeit des gesamten Dokumentes führen können.

Irrtum 2: Nach dem Tod des Partners erbt der andere automatisch alles

Es stimmt nicht, dass ein Partner nach dem Tod des anderen automatisch alles erbt. Zum einen ist es von Bedeutung, ob man verheiratet war oder nicht. Zum anderen muss berücksichtigt werden, ob Kinder vorhanden sind oder nicht. Sind Kinder vorhanden, so haben diese Anspruch auf einen Teil des Erbes. Vor allem beim Erben ohne Testament kann das zu finanziellen Schwierigkeiten für den hinterbliebenen Partner führen.

Irrtum 3: Ehepaare können ein gemeinsames Testament aufsetzen

In der Schweiz muss jeder Ehepartner ein eigenes Testament aufsetzen. Beim Erben in der Schweiz sind sogenannte Ehegattentestamente nicht vorgesehen. Ihr Erbrechtsexperte von Erbrechtsinfo.ch berät Sie gern bei weiteren Fragen.

Irrtum 4: Jeder kann selber bestimmen, wer wie viel erbt

Diese Aussage ist zu einem gewissen Teil richtig. Dennoch gibt es auch beim Erben mit Testament nur eine frei verfügbare Quote, die ein Erblasser so verteilen kann, wie er möchte. Die Pflichtteile von pflichtteilsberechtigten Erben müssen stets berücksichtigt werden.

Irrtum 5: Wer vor seinem Tod alles verschenkt, verhindert Streit

Wer vor seinem Tod alles verschenkt, schließt einen Erbstreit im Erbfall nicht aus. Schenkungen und Erbvorbezüge müssen unter Umständen im Erbfall ausgeglichen werden. Möchte ein Erblasser nicht, dass Zuwendung zu Lebzeiten im Erbfall anderen Erben gegenüber ausgeglichen werden müssen, so muss dies zwingend schriftlich festgehalten werden.

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