Erbstreit bzw. Erbstreitigkeiten – Was kann man bei Streitigkeiten rund um das Erbe tun?

Wenn kein Testament errichtet wurde und die Vermögensnachfolge bzw. Erbfolge nicht klar geregelt ist, kommt es oft zum Erbstreit bzw. Erbstreitigkeiten innerhalb der Erben. Egal ob der Pflichtteil zu gering ausgefallen ist, sich die Erben übergangen fühlen oder sich eine Erbengemeinschaft nicht einigen kann – Ein Streit ums Erbe ist nicht nur kostspielig und emotional, sondern kann oft auch sehr lange andauern. Doch wie kann man einem Erbstreit vorbeugen bzw. welche Gründe und Lösungen gibt es für einen Erbenstreit? Erfahren Sie alle alle Antworten & Tipps in unserem Beitrag.
Inhaltsverzeichnis

Ursachen für einen Erbstreit

Die Ursachen für einen Erbstreit können sehr vielfältig sein. Sind Streitigkeiten um das Erbe erst einmal aufgetaucht, ist es meist schwierig, sie friedlich beizulegen. Denn ist der Streit um das Erbe erst einmal ausgebrochen, verhärten sich die Fronten oftmals schnell. Das Resultat ist oftmals ein langwieriger Rechtsstreit, der nicht selten das gesamte Erbe regelrecht auffrisst.

Obwohl es sehr viele Gründe für Erbstreitigkeiten gibt, kommt es am häufigsten aufgrund einer der folgenden Ursachen zu Streitigkeiten ums Geld in der Familie:

  • Wenn der Verstorbene kein Testament hinterlässt, greift nach dem Erbrecht in der Schweiz die gesetzliche Erbfolge. Unter Umständen erben dann auch Personen nach einer bestimmten Erbquote, die nach Ansicht der anderen Erben kein Anrecht auf einen Anteil der Hinterlassenschaft haben. Ein Erbstreit beziehungsweise ein Streit um die gesetzliche Erbfolge ist hier vorprogrammiert.
  • Ein bestehendes Testament weist Formfehler auf oder ein Erbe fühlt sich beim Erbe übergangen und möchte das Testament anfechten. In einigen Fällen kommt es auch wegen zweideutiger Formulierungen zu Erbstreitigkeiten.
  • Häufig kommt es auch zum Erbstreit, weil eine Erbengemeinschaft uneinig über die Verwaltung beziehungsweise Verteilung des Nachlasses ist oder es zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Testamentsvollstrecker kommt.
  • Ein Angehöriger macht unterwartet darauf aufmerksam, dass er Ansprüche auf einen Pflichtteil hat und seinen Pflichtteil durchsetzen möchte.
  • Möchte ein Erbe sich seinen Erbteil ausbezahlen lassen, kommt es sehr häufig zu einem Erbstreit. Die Beteiligten können sich dann schlicht nicht über die Höhe der Abfindung einigen.
  • Vermutet ein Erbe beim Erblasser zum Zeitpunkt der Testamentsverfassung eine Testierunfähigkeit, kommt es auch oft zu Erbauseinandersetzungen.
  • Sieht sich ein Erbe benachteiligt oder vermutet eine Testamentsfälschung, möchte er das Testament anfechten. Das bedeutet wiederum einen Streit ums Erbe.
Erbstreit vermeiden

Erbstreitigkeiten lassen sich durchaus bereits im Vorfeld vermeiden. Durch die eindeutige Willensbekundung im Testament, kann zum Beispiel, die Aufteilung des Erbes durch den Erblasser vorgenommen werden. So müssen die Erben am Ende nicht um einzelne Teile der Erbschaft streiten und Erbstreitigkeiten werden vermieden.

Erbstreitigkeiten vorbeugen – Als Erblasser die richtige Vorsorge treffen

Einem Erbstreit vorbeugen beziehungsweise einen Erbstreit vermeiden möchte verständlicherweise jeder. Doch wie schafft man es, Erbstreitigkeiten zu verhindern? Diese Frage stellen sich viele – und sie ist in der Tat recht einfach zu beantworten: Das A und O zur Vermeidung von einem Erbstreit ist eine gut durchdachte und detailliere Nachlassplanung. Eine gute Vorsorge verhindert Erbstreitigkeiten im Nachhinein am besten.

Gültiges & eindeutiges Testament errichten

Am besten schützen Sie Ihre Hinterbliebenen vor einem Erbstreit, indem Sie ein wasserdichtes Testament erstellen, in dem Ihr letzter Wille unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird. Erbstreitigkeiten trotz Testament entstehen am häufigsten wegen Formfehlern wie fehlender Unterschriften oder missverständlicher Formulierungen. Solche Ärgernisse passieren vor allem bei eigenhändigen Testamenten, die jeder selbst handschriftlich verfassen kann. Wer einem Erbstreit vorbeugen oder einen Erbstreit vermeiden möchte, setzt also am besten bei einem wasserdichten und gültigen Testament an.

Testament beim Anwalt prüfen lassen

Wenn Sie ein eigenhändiges Testament aufsetzen, lassen Sie dieses unbedingt vom Anwalt prüfen. So stellen Sie sicher, dass es keine Formfehler enthält und beugen Erbstreitigkeiten vor. Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Aufbewahrungsort Ihres Testaments im Testamentenregister dokumentieren zu lassen. Auf diese Weise wird Ihr Testament in jedem Fall gefunden und Ihrem letzten Willen kann entsprochen werden. In unserem Anwaltsverzeichnis können Sie kostenlos passende Anwälte für Erbrecht in Ihrer Region kontaktieren.

Einzelne Nachkommen enterben

Es kommt immer wieder vor, dass bei einem Erblasser der Wunsch besteht, einen einzelnen Nachkommen zu enterben. Hier kommt es auch häufig zum Erbstreit. Enterbt werden kann übrigens nur, wer nach der Erbverteilung Schweiz pflichtteilsberechtigt ist. Alle nicht Pflichtteilsberechtigten können ohne Begründung vom Erbe ausgeschlossen werden. Ein Erbstreit um Pflichtteilsansprüche kommt recht häufig vor. Denkt ein Elternteil beispielsweise, er könne seine Tochter enterben, weil sie aus der Sicht des Elternteils den falschen Partner geheiratet hat, irrt er sich: So einfach kann ein Pflichtteil nicht entzogen werden. Klar, dass in solchen Fällen Pflichtteil Erbstreitigkeiten entstehen. 

Der Pflichtteil kann einem Pflichtteilsberechtigten nur unter besonderen Umständen entzogen werden. Beispielsweise dann, wenn ein schweres Verbrechen gegen den Erblasser begangen wurde oder der Pflichtteilsberechtigte sich schwer strafbar gemacht hat. Auch übermäßige Schulden oder eine Spielsucht und damit verbunden die Sorge, das Erbe könnte in kurzer Zeit verschleudert sein, sind Gründe für eine Enterbung. Um Erbstreitigkeiten vorzubeugen, lassen Sie sich aber unbedingt beraten, ob tatsächlich ein Grund für eine Enterbung vorliegt.

Erbvertrag aufsetzen lassen

Neben einem Testament haben Sie noch andere Möglichkeiten, über Ihren Nachlass zu verfügen. Bereits zu Lebzeiten können Sie einen Erbvertrag aufsetzen oder Schenkungen vornehmen. Bei einem Schenkungsvertrag muss der Beschenkte eine Schenkungssteuer zahlen. Diese ist abhängig vom verwandtschaftlichen Verhältnis jedoch häufig niedriger als die Erbschaftsteuer. Mit einem Erbvertrag lassen sich Erbstreitigkeiten sehr gut verhindern. Dies ist deswegen der Fall, weil auch die Erben in den Erbvertrag einwilligen müssen. Eine einseitige Änderung oder Aufhebung des Erbvertrages ist nicht möglich. Mithilfe eines Erbvertrages kann ein Erbe auch einen Erbverzicht geltend machen. Ein solcher ist dann sinnvoll, wenn es beispielsweise um die Frage einer Unternehmensnachfolge geht, die nicht von mehreren geteilt werden soll.

Pflichtteilsverzicht vereinbaren

Das Erbrecht in der Schweiz sieht vor, dass ein Erblasser ihm besonders nahestehende Personen nicht gänzlich enterben kann. Einem bestimmten Personenkreis steht ein sogenannter Pflichtteil zu. Häufig kommt es wegen Differenzen um diesen Pflichtteil zu Erbstreitigkeiten oder einem handfesten Erbstreit. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten des freiwilligen Pflichtteilsverzichts. Auf diese Weise kann einem Erbstreit vorgebeugt werden. Diese Möglichkeiten sind:

  • Der Pflichtteilsberechtigte kann sein gesamtes Erbe ausschlagen und also auf jegliche Erbansprüche vollständig verzichten.
  • Der Pflichtteilsberechtigte kann auf seinen Pflichtteil unter Vorbehalt des gesetzlichen Erbrechts verzichten.
  • Der Pflichtteilsberechtigte kann auf sein gesetzliches Erbrecht unter Vorbehalt seines Pflichtteilsanspruchs verzichten.
  • Der Pflichtteilsberechtigte kann auf einen Teil seines Pflichtteils verzichten.
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Erbstreit – Was tun? Welche Lösungen gibt es?

Kommt es trotz guter Vorkehrungen zu einem Erbstreit, gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Insbesondere bei Erbstreitigkeiten unter Geschwistern sollte man nicht sofort ein Gerichtsverfahren anstrengen, sondern sich zunächst um friedliche Lösungen bemühen.

Streitschlichtung beim Friedensrichter

In der Schweiz gilt bei einem Erbstreit und Zivilstreitigkeiten mit einem Streitwert bis zu 100.000 Franken die gesetzlich vorgeschriebene Mediation beim sogenannten Friedensrichter. Diese sollen helfen, Erbstreitigkeiten beizulegen und ein Gerichtsverfahren zu verhindern. Friedensrichter sind in jedem Schweizer Kanton tätig. Die Gebühren für Friedensrichter sind niedrig und in jedem Kanton separat geregelt. Sie richten sich immer nach dem Streitwert. Im Kanton Zürich beispielsweise müssen Sie bei einem Erbstreit mit einem Streitwert von 2 Millionen Franken lediglich mit einer mittleren Friedensrichtergebühr von circa 900 Franken rechnen.

Auch bei hohem Streitwert zum Friedensrichter

Selbstverständlich können Sie auch bei Streitwerten über 100.000 Franken einen Friedensrichter aufsuchen. Diese Vorgehensweise lohnt sich bei einem Erbstreit oftmals. So kann der Streit in der Familie beigelegt werden und man spart sich die teils hohen Gerichtskosten.

Schlichtung durch ein Schiedsverfahren

Das Streitschlichtungsverfahren wird mit einem schriftlichen Ansuchen eingeleitet. Um den Erbstreit beizulegen, werden dann alle Beteiligten Parteien zu einem schlichtenden Gespräch beziehungsweise einer mündlichen Verhandlung eingeladen. Im besten Fall endet der Erbstreit mit einer beidseitigen Einigung im Schiedsverfahren. Die Chancen hierfür stehen gut: Die Schweizer Schlichtungsbehörden schaffen es im Schnitt, 60 Prozent aller Zivilfälle zu schlichten und ein Gerichtsverfahren zu verhindern.

Einigung durch einen Mediator

Eine weitere gute Möglichkeit, um einen Erbstreit vor Gericht zu vermeiden, sei es ein Erbstreit mit Bruder oder Erbstreitigkeiten ums Haus, ist eine Mediation. Ziel der Mediation ist die gemeinsame Lösungsfindung. Bei Erfolg werden Erbstreitigkeiten vor Gericht vermieden. So spart man nicht nur eine Menge Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Bei einer Mediation vermittelt ein sogenannter Mediator zwischen den streitenden Parteien. Wenn die Rechtslage bei dem Erbstreit eindeutig oder recht einfach zu durchschauen ist, kommen Mediatoren meist zu demselben Ergebnis wie Friedensrichter bei einem Schiedsverfahren. Vorteil einer Mediation bei Erbstreitigkeiten ist, dass ein Mediator mit einem mittleren Stundensatz von ca. 200 Franken vergleichsweise günstig ist.

Schlichtung durch ein Gerichtsverfahren

Lässt sich der Erbstreit trotz aller Bemühungen nicht verhindern, geht es vor das Bezirksgericht. Hierzu muss nachgewiesen werden, dass es beim Friedensrichter zu keiner Beilegung der Erbstreitigkeiten gekommen ist. Daraufhin erhält man eine Klagebewilligung für das Bezirksgericht. Wird hier keine Einigung erzielt, geht es weiter zum Gericht.

Erbstreitigkeiten Kosten – Welche Kosten entstehen durch einen Erbstreit?

Müssen Erbstreitigkeiten vor Gericht ausgetragen werden, kann das schnell teuer werden. Auch bei Erbauseinandersetzungen muss dem Gericht ein Prozesskostenvorschuss gezahlt werden. Die Höhe richtet sich nach dem Streitwert. Ist der Gegenstand des Erbstreits beispielsweise ein Haus im Wert im zwei Millionen Franken, beträgt die einfache Gerichtsgebühr im Kanton Zürich circa 40.000 Franken, der Vorschuss circa ein bis zwei Drittel hiervon. In komplizierten Fällen kann die einfache Gerichtsgebühr erhöht werden. Hinzu kommen die Anwaltskosten. Die Erbstreitigkeiten Anwaltskosten sind auch nach einer Gebührentabelle geregelt und bemessen sich nach dem Streitwert. Eine Berechnung nach Stundensatz oder eine Pauschale sind manchmal auch möglich. Das muss individuell mit dem Anwalt besprochen werden.

Wer trägt die Kosten bei einem Erbstreit?

Die Erbstreit Kosten können schnell ungeahnte Ausmaße annehmen. Wer letztlich auf den Kosten sitzen bleibt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Grundsätzlich muss der Verlierer des Prozesses auch für die Auslagen des anderen aufkommen. Bei einem Erbstreit mit hohen Streitwerten können da schnell hohe Summen zusammenkommen. Da es bei Erbstreitigkeiten oftmals um sogenannte Teilungsprozesse geht, bei denen es nicht um das gesamte Erbe, sondern nur um Teile geht, kann es auch sein, dass die Kosten anteilig bezahlt werden. In solchen Fällen spricht man von einem teilweisen Unterliegen.

Dauer eines Erbstreits

Ein Erbstreit kann sich unter Umständen sehr lange hinziehen, im schlimmsten Fall über Jahre. Die Erbstreit Dauer kann nicht genau vorher gesagt werden. Wer aber weder beim Friedensrichter noch bei einer Mediation und dem Bezirksgericht zu einer Einigung kommt, hat lange mit den Erbstreitigkeiten zu tun. Von den enormen Kosten für einen gerichtlichen Erbstreit abgesehen, ist ein solcher Prozess auch psychisch anstrengend und entzweit die Familie. Daher ist es immer besser, sich um friedliche Lösungen zu bemühen. So schont man nicht nur seine Nerven, sondern auch seinen Geldbeutel – vor allem für den Fall, dass man einen Erbstreit verliert und auf sämtlichen Kosten sitzen bleibt.

Wie kann ein Anwalt für Erbrecht bei Erbstreitigkeiten helfen?

Ihr Anwalt für Erbrecht hat zwei Möglichkeiten einen Erbstreit zu verhindern bzw. beizulegen. Die beste Option ist, dass der Verstorbene noch vor seinem Tod ein Testament hat erstellen lassen. Dieses regelt klar, wer was bekommen soll und so sind Erbstreitigkeiten ausgeschlossen oder zumindest aussichtslos. Sollte der Erblasser bereits verstorben sein, so ist es ihm / ihr natürlich nicht möglich, im Nachhinein ein Testament aufzuschreiben. Sollten Sie nach dem Tod Ihres Angehörigen bemerken, dass sich innerhalb des Erbenkreises Unstimmigkeiten anbahnen, ist es höchste Zeit, einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Ihr Anwalt kennt das schweizer Erbrecht und weiss genau, wer welche Ansprüche hat.

Ausserdem ist es – wie bereits erwähnt- sinnvoll, einen unbeteiligten Dritten ins Geschehen zu involvieren, der die Situation objektiv bewerten kann. Viele Anwälte für Erbrecht sind gleichzeitig Mediatoren. Das bedeutet, dass diese geführte Streitgespräch anbieten, die eine Möglichkeit darstellen, einen Erbstreit ausserhalb des Gerichts beizulegen. Sollten sich die Parteien nicht einigen können, ist der Weg zum Gericht zumeist unerlässlich. Spätestens dann benötigen Sie einen kompetenten Rechtsbeistand, der dafür sorgt, dass Ihre rechtlichen Ansprüche durchgesetzt werden. Mit unserer Anwalts-Suchfunktion finden Sie schnell einen Fachanwalt für Erbrecht in Ihrer Nähe, der sich Ihrer Erbsituation oder auch Ihrem Erbstreit annimmt und zu einer gütlichen Einigung beitragen kann.

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FAQ: Erbstreit bzw. Erbstreitigkeiten

Erbstreitigkeiten treten gehäuft dann auf, wenn das Erbe nicht im Voraus klar verteilt wurde. Die gesetzliche Erbfolge ist in der Schweiz zwar klar geregelt, doch kommt es immer wieder dazu, dass Hinterbliebene sich um den Erbanspruch als solches oder um die Höhe ihres Erbes streiten. In diesen Fällen ist es wichtig, die rechtliche Lage zu ermitteln und gemeinsam eine Lösung zu finden. Eine ausgedehnte Erbstreitigkeit ist teuer, nervenaufreibend und führt häufig nur zu Missgunst. Denken Sie darüber nach, einen Friedensrichter, Mediator und in jedem Fall einen kompetenten Anwalt für Erbrecht hinzuziehen.

Die Kosten eines Erbstreits in der Schweiz setzen sich aus zwei entscheidenden Faktoren zusammen:

  1. Gerichtskosten – diese werden nach dem Streitwert bemessen und sind kantonal unterschiedliche geregelt
  2. Anwaltskosten – diese werden ebenfalls nach Streitwert abgerechnet. Selten auch nach Stundensatz oder pauschal.
  3. Sonstige Kosten – für Gutachter, Streitschlichter (Mediatoren) und sonstige Verfahrensbeteiligte (zum Beispiel Übersetzer etc.)

Streiten Sie sich beispielsweise im Kanton Zürich um ein Haus im Wert von zwei Millionen Franken, so liegen alleine die Gerichtsgebühren bei circa 40.000 CHF. Je komplexer das Verfahren, umso höher die Kosten. Am Ende muss diejenige Partei alle Kosten tragen, die den Prozess “verloren” hat. In Ausnahmefällen können die Kosten anteilig übernommen werden – hier spricht man von einem teilweise Unterliegen.

Wie lange ein Erbstreit dauert, hängt massgeblich davon ab, wie sehr die Parteien bereit sind, sich zu einigen. Im schlimmsten Fall dauert der Erbstreit mehrere Jahre, verschlingt Unmengen an Geld und entzweit ganze Familien. Deshalb sollten Sie sich rechtzeitig an einen Anwalt für Erbrecht in der Schweiz wenden, der Ihre Interessen vertritt und gegebenenfalls als Vermittler auftreten kann. Sollten die Parteien zu einer gütlichen Einigung kommen, kann ein Erbstreit jedoch auch innerhalb weniger Wochen beigelegt werden. Eine aussergerichtliche Einigung ist in jedem Fall empfehlenswert.
Ein Beitrag unserer Online-Redaktion
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Unsere Autoren erarbeitet jeden Artikel nach strengen Qualitätsrichtlinien hinsichtlich Inhalt, Verständlichkeit und Aufbereitung der Informationen. Auf diese Art und Weise ist es uns möglich, Ihnen umfassende Informationen zu unterschiedlichsten Themen zu bieten, die jedoch keine ärztliche Beratung ersetzen können.

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