Willensvollstreckung & Willensvollstrecker – Aufgaben, Rechte & Pflichten

Die Willensvollstreckung in der Schweiz ermöglicht es dem Erblasser – ähnlich wie bei der Patientenverfügung oder dem Vorsorgeauftrag– sicherzustellen, dass sein letzter Wille auch wirklich nach seinen Wünschen umgesetzt wird. Dazu muss der Erblasser einen Willensvollstrecker einsetzen. Der folgende Beitrag beantwortet Ihnen alle Fragen rund um das Thema Willensvollstreckung, zum Beispiel: Welche Willensvollstrecker Aufgaben und Kompetenzen gibt es, kann man einen Willensvollstrecker absetzen und welche Willensvollstrecker Kosten kommen auf einen zu?
Inhaltsverzeichnis

Was ist die Willensvollstreckung in der Schweiz?

Nach dem Erbrecht in der Schweiz gibt es die Möglichkeit, in einer letztwilligen Verfügung einen sogenannten Willensvollstrecker einzusetzen. Bei der Willensvollstreckung in der Schweiz wird der Willensvollstrecker damit beauftragt, den Nachlass des Erblassers zu verwalten. Die Willensvollstrecker Definition kann also wie folgt lauten:

«Ein Willensvollstrecker ist eine vom Erblasser bestimmte Vertrauensperson, die damit beauftragt ist, den letzten Willen des Erblassers zu vollziehen.»

Neben der Willensvolltrecker Definition ist es wichtig zu wissen, dass für einen Willensvollstrecker ein Testament oder Erbvertrag nötig ist, in dem der Willensvollstrecker eingesetzt werden muss. Wenn Sie ein Testament erstellen und einen Willensvollstrecker bestimmen möchten, dabei aber Hilfe benötigen, fragen Sie am besten einen Anwalt für Erbrecht um Rat. In unserer Anwaltssuche finden Sie den passenden Juristen für Erbrecht in Ihrer Region.“ Möchte man eine bestimmte Person im Falle eines Todes am Nachlass teilhaben lassen, so besteht die Möglichkeit, zwischen einem Vermächtnis in der Schweiz oder einem Erbe zu wählen. Durch die Festlegung von Vermächtnissen im Testament und/oder Erbvertrag können einzelne Gegenstände oder Werte anderen Personen oder auch Stiftungen und Vereinen hinterlassen werden. 

Im folgenden Beitrag erhalten Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Vermächtnis in der Schweiz. Der Artikel informiert Sie über die Vermächtnis Bedeutung sowie die Vermächtnis Definition und beantwortet Ihnen als Vermächtnisnehmer alle Fragen rund um das Thema Vermächtnis einfordern. Da ein Vermächtnis ein Teil des Testaments ist und dieses somit zwingend vorhanden sein muss, ist es ratsam, zum Testament erstellen einen Anwalt zu kontaktieren, der Ihnen das Testament ordnungsgemäß und rechtmäßig aufsetzt. Suchen Sie sich dafür einen Anwalt für Erbrecht in unserer Anwaltssuche bei Erbrechtsinfo.ch und kontaktieren Sie ihn gerne kostenlos für ein Erstgespräch.

Warum sollte man einen Willensvollstrecker einsetzen?

Hauptsächlich sollte man einen Willensvollstrecker einsetzen, um die Erben zu entlasten. Die Verwaltung und Verteilung des Nachlasses ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die die Erben häufig überfordert – insbesondere dann, wenn sie einen sehr nahen Angehörigen verloren haben. Dank des Willensvollstreckers müssen sich die Erben einer Erbengemeinschaft nicht um jede Einzelheit des Nachlassverfahrens kümmern und untereinander absprechen. Hinzu kommt, dass die Einsetzung eines Willensvollstreckers die Gefahr von Erbstreitigkeiten deutlich minimiert. 

Vor allem beim Erben von Immobilien und bei einer nicht eindeutig geregelten Unternehmensnachfolge kommt es schnell zum Streit ums Erbe. Ein vom Erblasser eingesetzter Willensvollstrecker kann in einem solchen Fall zur friedlichen Einigung beitragen. Sinnvoll ist die Willensvollstrecker Einsetzung auch, um minderjährige und behinderte Erben zu schützen. Wenn sie einen Willensvollstrecker bestimmen möchten, berät Sie Ihr Rechtsexperte für Erbrecht in der Schweiz gern abgestimmt auf Ihre individuelle Situation.

Wer kann Willensvollstrecker werden?

Die Wahl des passenden Willensvollstreckers ist für viele Erblasser meist nicht leicht zu treffen. Wer einen Willensvollstrecker bestimmen möchte, sollte sich allerdings auch genügend Zeit nehmen, über geeignete Personen nachzudenken. Grundsätzlich kann ein Erblasser jede Person als Willensvollstrecker bestimmen, die volljährig und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ist. Es ist auch möglich, einen Erben als Willensvollstrecker einzusetzen. Hiervon ist allerdings aus verschiedenen Gründen abzuraten. Ist der Willensvollstrecker selbst Erbe mit Anspruch auf den Nachlass, fühlen sich die anderen Erben schnell benachteiligt. 

Dies führt dann häufig zu Uneinigkeiten und Streitereien. Vermeiden lassen sich solche Ärgernisse mit einem Willensvollstrecker, der selbst nicht vom Erbe begünstigt wird und neutral ist. Wenn Sie einen Willensvollstrecker bestimmen, achten Sie auch auf das Alter der Person. Weil sich eine Willensvollstreckung über einen längeren Zeitraum hinziehen kann, sollte der Willensvollstrecker vital genug sein, um die anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen. Außerdem ist es empfehlenswert, schon im Vorfeld mit der Person zu sprechen und sie zu fragen, ob Sie bereit ist, das Amt des Willensvollstreckers zu übernehmen. Das minimiert das Risiko, dass der ernannte Willensvollstrecker das Amt ablehnt.

Bezeichnung eines Ersatz-Willensvollstreckers

Jeder Erblasser hat nicht nur das Recht, einen Willensvollstrecker zu ernennen, sondern auch, einen Ersatz-Willensvollstrecker zu wählen. Wenn der erstgenannte Willensvollstrecker– aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage oder willens ist, das Amt des Willensvollstreckers zu übernehmen, so kann der Ersatz-Willensvollstrecker mit dem Amt betraut werden. Für Erblasser wichtig zu wissen ist, dass es kein Willensvollstrecker Substitutionsrecht gibt. Ein Substitutionsrecht für Willensvollstrecker würde es dem erstgenannten Willensvollstrecker ermöglichen, selbst einen Ersatz-Willensvollstrecker zu ernennen. Dies ist jedoch nicht möglich: Der Erblasser muss auch den Ersatz-Willensvollstrecker im Testament oder Erbvertrag benennen, ein Willensvollstrecker Substitutionsrecht gibt es nicht.

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Welche Aufgaben hat ein Willensvollstrecker?

Die Willensvollstrecker Aufgaben und die Willensvollstrecker Kompetenzen sind vielfältig. Wer sich also dazu entschließt, das Amt des Willensvollstreckers anzunehmen, muss eine Menge Verantwortung tragen. Die Willensvollstrecker Aufgaben und die Willensvollstrecker Kompetenzen umfassen die verschiedensten Aufgabenfelder. Diese erfordern sowohl grundlegendes fachliches Wissen als auch eine sorgfältige Arbeitsweise. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Willensvollstrecker Aufgaben und die Willensvollstrecker Kompetenzen: Der Willensvollstrecker …

  • verwaltet und verteilt den Nachlass
  • sorgt für die Werterhaltung des Nachlasses
  • sorgt wenn möglich für die Wertsteigerung des Nachlasses
  • richtet Vermächtnisse aus
  • kümmert sich um die Begleichung von offenen Rechnungen, kümmert sich um Immobilien (Mietersuche, Mietzahlungen, …)
  • lässt Immobilien bewerten
  • ermittelt die genaue Nachlasshöhe
  • erstellt einen Teilungsvorschlag für die Erben
  • kann einen Teilungsvorschlag gerichtlich durchsetzen
  • darf Hilfe in Anspruch nehmen (Rechtsanwalt für Erbrecht, Schätzer, Buchhalter, …)
  • vermittelt zwischen den Erben.

Nochmal genau benannt werden die Willensvollstrecker Aufgaben und Kompetenzen in Art. 518 ZGB. Der Willensvollstrecker hat bei all seinen Aufgaben einen großen Handlungsspielraum und ist nicht verpflichtet, Anweisungen der Erben Folge zu leisten. Allerdings ist er dazu verpflichtet, im Interesse aller Erben zu handeln und auf deren Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

Welche Befugnisse und Aufgaben hat der Willensvollstrecker hinsichtlich der Erbteilung?

Der Willensvollstrecker muss sich hinsichtlich der Erbteilung an das geltende Recht halten. Wenn alle Vermächtnisse erfüllt sind und der Willensvollstrecker für die Begleichung aller Schulden gesorgt hat, geht es an die Teilung des Nachlasses. Hier muss sich der Willensvollstrecker an den Wünschen der Erben orientieren beziehungsweise diese nach ihren Wünschen fragen. Sind sich alle Erben einig, so ist der Willensvollstrecker verpflichtet, den Wünschen der Erben nachzukommen. Bahnen sich Erbstreitigkeiten an, so kann der Willensvollstrecker die Teilung des Nachlasses gerichtlich durchsetzen.

Darf ein Willensvollstrecker die Teilung durchführen?

Der Willensvollstrecker ist nicht berechtigt, die Teilung durchzuführen, er bereitet sie lediglich vor.

Wie wird eine Willensvollstreckung eingesetzt?

Eine Willensvollstreckung muss vom Erblasser selbst in einer letztwilligen Verfügung des Todes wegen angeordnet werden. Entweder wird der Willensvollstrecker also im Testament oder durch eine testamentarische Klausel im Erbvertrag ernannt. Wenn Sie sich näher über das Thema Willensvollstreckung oder das Erbrecht in der Schweiz informieren möchten, finden Sie hier auf Erbrechtsinfo.ch den passenden Ansprechpartner. Unsere Anwälte helfen Ihnen bei allen erbrechtlichen Themen von der gesetzlichen Erbfolge und dem Schenkungsvertrag über den Erbvorbezug und den Erbverzichtsvertrag bis hin zu Schenkungen und Vermögensübertragungen zu Lebzeiten weiter.

Wie erhält der Willensvollstrecker Kenntnis von seiner Ernennung?

Wenn Erblasser einen Willensvollstrecker bestimmen, so wird dieser vom Erbschaftsamt über seine Ernennung informiert, nachdem der Erblasser beziehungsweise die Erblasserin verstorben ist. Im Anschluss hat der Willensvollstrecker zwei Wochen Zeit, die Ernennung anzunehmen oder abzulehnen. Wenn man als Erblasser einen Willensvollstrecker einsetzen möchte, ist es allerdings sinnvoll, seinen gewünschten Willensvollstrecker noch zu Lebzeiten über die Ernennung zu informieren und zu fragen, ob dieser bereit ist, das Amt zu übernehmen. So kann man gegebenenfalls noch einen anderen Willensvollstrecker bestimmen.

Wie kann sich ein Willensvollstrecker legitimieren?

Nimmt der Willensvollstrecker das Amt nach dem Tod des Erblassers an, so erhält der Willensvollstrecker von der Zivilrechtsverwaltung eine sogenannte Willensvollstreckerbescheinigung. Mit dieser kann er sich gegenüber den Erben und Behörden als Willensvollstrecker ausweisen und erhält seine Legitimation.

Über welche Rechte und Pflichten verfügt eine Willensvollstreckung?

Der Willensvollstrecker ist dazu verpflichtet, den Nachlass des Erblassers zu verwalten und aufzuteilen. Hierzu gehört die Pflicht, alle Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um die Erbschaft zu erhalten. Darunter fällt beispielsweise das Abschließen von Mietverträgen, das Begleichen von Schulden und die Vollstreckung von Vermächtnissen. Die Willensvollstrecker Rechte und Pflichten umfassen auch, dass der Willensvollstrecker zur Ausübung seiner Willensvollstrecker Rechte und Pflichten über die Erbschaft verfügen und beispielsweise Pfandgeschäfte vornehmen darf. Grundsätzlich gehört es zu den Willensvollstrecker Rechte und Pflichten, die Erbteilung vorzubereiten, die Nachlasshöhe festzustellen und den Erben einen Teilungsvorschlag zu unterbreiten.

Wie haftet der Willensvollstrecker?

Der Willensvollstrecker haftet für die getreue Ausführung der ihm übertragenen Aufgaben – sowohl im Allgemeinen als auch bei der Übertragung von Aufgaben auf einen Dritten. Näheres wird hier in den Artikeln 398 und 399 OR geregelt. Unter anderem heißt es hier:

„Er [der Willensvollstrecker] hat das Geschäft persönlich zu besorgen, ausgenommen, wenn er zur Übertragung an einen Dritten ermächtigt oder durch die Umstände genötigt ist, oder wenn eine Vertretung übungsgemäss als zulässig betrachtet wird.“

Kann der Willensvollstrecker kraft seines Amtes Prozesse führen?

Die Willensvollstrecker Rechte und Pflichten umfassen zur Durchführung der Verwaltung der Erbschaft und der Schuldentilgung auch die Prozessführungsbefugnis. Was erbrechtliche Verfahren angeht, so verhält es sich mit den Willensvollstrecker Rechte und Pflichten folgendermaßen:

  • Eine Ungültigkeitsklage darf der Willensvollstreckernur anstrengen, wenn sie seine Stellung betrifft (Passivlegitimation des Willensvollstreckers).
  • Bei einer Erbschaftsklage gegen Dritte (nicht gegen Erben) ist der Willensvollstreckeraktivlegitimiert.
  • Bei Herabsetzungsklagen hat der Willensvollstreckerweder eine Aktiv- noch eine Passivlegitimation.

Welche Rechte haben die Erbinnen und Erben gegenüber der Willensvollstreckung?

Auch die Erben einer Erbengemeinschaft haben dem Willensvollstrecker gegenüber Rechte. Unter anderem können sie auf eine Gleichbehandlung durch den Willensvollstrecker bestehen und verlangen, dass er sich bei zwischen den Erben auftretenden Konflikten neutral verhält. Außerdem ist der Willensvollstrecker den Erben gegenüber zur Rechenschaftsablegung verpflichtet und muss den Erben eine jährliche Abrechnung, einen Schlussbericht und eine Schlussabrechnung vorlegen.

Können die Erben einen Willensvollstrecker absetzen?

Wenn die Erben den Willensvollstrecker absetzen möchten, so sind sie selbst dazu nicht befugt. Sie haben lediglich die Möglichkeit, die Absetzung des Willensvollstreckers bei der Aufsichtsbehörde zu fordern, indem sie Beschwerde einlegen. Die Aufsichtsbehörde muss den Fall dann prüfen und kann den Willensvollstrecker absetzen.

Welcher Aufsicht unterstellt sich die Willensvollstreckung?

Die Willensvollstreckung untersteht nach Art. 595 Abs. 3 ZGB der behördlichen Aufsicht. So heißt es:

„Der Erbschaftsverwalter steht unter der Aufsicht der Behörde, und die Erben sind befugt, bei dieser gegen die von ihm beabsichtigten oder getroffenen Massregeln Beschwerde zu erheben.“Darüber hinaus ist die Aufsichtsbehörde befugt, von sich aus einzuschreiten, wenn sie es für notwendig erachtet, und kann dem Willensvollstrecker Weisungen erteilen und ihn bei Pflichtverletzungen seines Amtes entheben.

Welche Befugnisse hat die Aufsichtsbehörde gegenüber der Willensvollstreckung?

Der Willensvollstrecker hat Pflichten. Kommt er diesen nicht nach, so ist die Aufsichtsbehörde berechtigt einzuschreiten. Die Aufsichtsbehörde kann entweder auf Begehren der Erben oder auch selbst tätig werden. Verletzt der Willensvollstrecker Pflichten, so kann die Aufsichtsbehörde ihm Weisungen erteilen und ihn sogar aus seinem Amt entlassen. Dies geschieht aber nur bei groben Pflichtverletzungen, Unfähigkeit oder unüberbrückbaren Interessenskonflikten.

Wie wird die Willensvollstreckung beendet?

Eine Willensvollstreckung kann auf unterschiedliche Art beendet werden. Meistens endet die Willensvollstreckung durch die erfolgreiche Erbteilung. Allerdings kann die Willensvollstreckung auch durch den Tod des Willensvollstreckers enden oder dadurch, dass dieser sein Amt vorzeitig niederlegt. Wenn es keinen Ersatzwillensvollstrecker gibt, so müssen die Erben nun die Aufgaben des Willensvollstreckers übernehmen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, dass die Erben gegen den Willensvollstrecker Beschwerde einlegen und dieser von der Aufsichtsbehörde abgesetzt wird.

Welche Kosten der Willensvollstreckung gibt es zu beachten?

Ein Willensvollstrecker hat das Recht auf eine angemessene Vergütung für seine Tätigkeit; Spesen und persönliche Auslagen inklusive. Die Willensvollstrecker Kosten richten sich in der Regel nach der Höhe des Nachlassvermögens und dem Zeitaufwand für die Tätigkeit. Einen festen Willensvollstrecker Stundensatz beziehungsweise eine starre gesetzliche Regelung für das Willensvollstrecker Honorar gibt es nicht. In der Regel legt der Erblasser das Willensvollstrecker Honorar gleich im Testament fest. Tut er dies nicht und können die Erben sich über die Willensvollstrecker Kosten nicht einigen, so muss das Zivilkreisgericht entscheiden.

Welches ist die Rechtsnatur der Willensvollstreckung?

Die Rechtsnatur der Willensvollstreckung ist nicht eindeutig geregelt. Einig ist sich das Bundesgericht, dass es sich bei der Willensvollstreckung um ein Institut der eigenen Art handelt beziehungsweise ein privatrechtliches Institut handelt. Ob der Willensvollstrecker nun aber als Vertreter des Nachlasses oder des Erblassers gilt oder ob er als gesetzlich Bevollmächtigter zu verstehen ist, ist nicht eindeutig festgelegt.

Willensvollstreckung Muster

Wenn Sie sich für die Einsetzung eines Willensvollstreckers interessieren, finden Sie hier ein Willensvollstrecker Muster. Allerdings dient ein Willensvollstrecker Muster lediglich der persönlichen Vorinformation. Ein Willensvollstrecker muss durch ein Testament oder Erbvertrag eingesetzt werden. Wenn Sie einen Erbvertrag aufsetzen oder ein Testament erstellen möchten, wenden Sie sich unbedingt an einen Rechtsexperten für Erbrecht. Dieser kann Ihnen helfen, eine perfekt auf Sie zugeschnittene letztwillige Verfügung zu erstellen. Den passenden Anwalt finden Sie gleich hier auf Erbrechtsinfo.ch und können noch heute kostenlos und unverbindlich Kontakt aufnehmen. Unsere Advokaten helfen Ihnen bei sämtlichen erbrechtlichen Fragen – nicht nur zur Willensvollstreckung, sondern auch beispielsweise bei Fragen zum Unterhalt und Unterhaltsrecht, dem Vorsorgeauftrag oder Schenkungen.

Checkliste für den Willensvollstrecker

Damit Sie auf einen Blick erkennen können, worauf Sie beim Thema Willensvollstrecker achten müssen, haben wir für Sie die Willensvollstrecker Checkliste vorbereitet. Sollten trotz unserer Willensvollstrecker Checkliste noch Fragen offen sein, wenden Sie sich gern an einen unserer Anwälte für Erbrecht.

Wie kann ein Anwalt bei der Willensvollstreckung helfen?

Dafür zu sorgen, dass der letzte Wille nach dem Tod auch durchgesetzt wird, ist ein legitimer Wunsch. Und genau für diesen Fall sieht das schweizer Erbrecht die Einsetzung eines Willensvollstreckers vor. Dieser wird qua Testament oder Erbvertrag vom Erblasser selbst dazu beauftragt, den Nachlass zu verwalten und zu verteilen. Dabei gibt es aus rechtlicher Sicht einiges zu beachten. Sollten Sie ein Testament oder einen Erbvertrag erstellen wollen, so macht es Sinn, sich an einen Anwalt für Erbrecht zu wenden. Dieser unterstützt Sie bei der Ausfertigung und er / sie sorgt dafür, dass Ihr letzter Wille vertraglich einwandfrei festgehalten und damit rechtlich wirksam wird. Als Willensvollstrecker kennen Sie zwar die Wünsche des Verstorbenen, sind aber nicht zwangsläufig ein Experte in Sachen Erbrecht.

Dementsprechend sinnvoll ist es, bei einer Willensvollstreckung einen Anwalt für Erbrecht um Rat zu fragen. Dieser unterstützt Sie dabei, die Willensvollstreckung korrekt durchzuführen. Ihr Anwalt für Erbrecht ist dabei Ihr Ansprechpartner bei allen Fragen oder Problemen. Sollten Sie einen Willensvollstrecker einsetzen wollen oder selbst mit dieser Tätigkeit betraut sein, so lohnt es sich in jedem Fall einen kompetenten Anwalt für Erbrecht an Ihrer Seite zu haben. Mit unserer Anwalts-Suchfunktion finden Sie die besten Anwälte für Erbrecht in Ihrer Nähe und können direkt einen unverbindlichen, ersten Beratungstermin vereinbaren. So sind Sie immer auf der (rechtlich) sicheren Seite!

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FAQ: Willensvollstreckung & Willensvollstrecker

Der Erblasser hat die Möglichkeit eine Person als Willensvollstrecker einzusetzen. Die Aufgabe dieser Person ist es, den letzten Willen des Erblassers umzusetzen bzw. dafür zu sorgen, dass der Nachlass derart aufgeteilt wird, wie es der Verstorbene gewollt hat. Dabei steht ihm eine angemessene Vergütung für diesen Dienst zu. Die Willensvollstreckung wird von derjenigen Person übernommen, die vom Erblasser im Erbvertrag oder Testament dazu bestimmt wurde. Eine formlose, schriftliche Abmachung ist nicht ausreichend.

Die Rolle des Willensvollstreckers in der Schweiz ist in § 518 ZGB geregelt. Dort werden die Rechte und Pflichten normiert. Zu den Aufgaben des Willensvollstreckers zählen vor allem:

  1. Die Verwaltung und Verteilung der Erbmasse
  2. Verwaltung von verwaltungsbedürftigen Nachlassgegenständen (z.B. Immobilien)
  3. Erstellung eines Erb-Teilungsvorschlages und dessen Durchsetzung (wenn nötig gerichtlich)
  4. Vermittlung zwischen den Erben

Darüber hinaus hat der Willensvollstrecker noch andere Aufgaben. Eines seiner fundamentalen Rechte ist es, im Bedarfsfall auf Hilfspersonen wie einen Anwalt für Erbrecht, einen Sachverständigen oder Buchhalter zurückzugreifen. Sollten Sie zur Willensvollstreckung berufen werden, sollten Sie sich an einen Anwalt für Erbrecht wenden, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen, erbrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Aufgabe des Willensvollstreckers ist in der Schweiz regelmässig dann abgeschlossen, wenn das Vermögen bzw. der Nachlass des Erblassers vollständig und korrekt zwischen den eingesetzten Erben aufgeteilt wurde. Ist die Erbteilung also abgeschlossen und das Erbe aufgeteilt, hat der Willensvollstrecker seinen Dienst getan und er / sie kann seine Tätigkeit einstellen. Sollte der ernannte Willensvollstrecker vor Beendigung seiner Arbeit sterben, so wird entweder der benannte Ersatzwillensvollstrecker eingesetzt oder die Erben müssen diese Aufgaben übernehmen.
Ein Beitrag unserer Online-Redaktion
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