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Erbschaftssteuer in der Schweiz - Infos, Höhe und Fristen

  • Redaktion Erbrechtsinfo.ch
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Die Erbschaftssteuer bezeichnet die Steuer, die Erben bei der Übernahme eines Nachlasses zu entrichten haben. Bei der Erbschaftssteuer Schweiz gilt, dass die Erbschaftssteuer nicht auf Bundesebene erhoben wird, sondern von den einzelnen Kantonen. Jeder Kanton hat eigene Regelungen zur Erbschaftssteuer, genau wie zur Schenkungssteuer. Die Erbschaftssteuer Solothurn unterscheidet sich beispielsweise von der Erbschaftssteuer Aargau, diese wiederum von der Erbschaftssteuer Zürich und so weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Erbschaftssteuer in der Schweiz kann rechtssystematisch als Erbnachlasssteuer oder Erbanfallsteuer ausgebildet sein. Heute gilt in den meisten Kantonen die Erbanfallsteuer.
  • Der Kanton Schwyz ist der einzige Kanton, der keine Erbschaftssteuer erhebt. Luzern hingegen ist der einzige Kanton ohne Schenkungssteuer.
  • Abhängig vom Kanton und dem verwandtschaftlichen Verhältnis gibt es Freibeträge, auf die keine Erbschaftssteuer entrichtet werden muss.
  • Wer ein Erbe aus dem Auslanderhält, muss keine Erbschaftssteuer bezahlen. Allerdings kann es zu Vermögenssteuern kommen, weil das Erbe dem Vermögen zugerechnet werden muss.
  • Mit einigen Erbschaftssteuer Tricks kann die Erbschaftssteuer teilweise umgangen beziehungsweise gedrückt werden.
  • Konkubinatspartner erben in den meisten Fällen nichts. Wer sichergehen möchte, dass sein unverheirateter Partner erbt, sollte dies in einem Testament verfügen.
  • Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und direkte Nachkommen sind in den meisten Kantonen von der Erbschaftssteuer befreit.

Inhaltsverzeichnis:

Erbanfallsteuer und Erbnachlasssteuer

Nach dem Schweizer Erbrecht kann die Erbschaftssteuer rechtssystematisch als Erbnachlasssteuer oder Erbanfallsteuer ausgebildet sein. Weil die Erbnachlasssteuer mit weniger Verwaltungsaufwand verbunden ist, wurde sie in den meisten Kantonen angewendet. Heute sind es nur noch die Kantone Graubünden und Solothurn. Hier können jedoch die Gemeinden eine Erbanfallsteuer erheben. Die Erbanfallsteuer und die Erbnachlasssteuer unterscheiden sich folgendermaßen:

  • Die Erbnachlasssteuer bezieht sich unmittelbar auf den Nachlass. Die persönlichen Verhältnisse und verwandtschaftlichen Beziehungen der Erben werden nicht berücksichtigt.
  • Die Erbanfallsteuer berücksichtigt die persönlichen Verhältnisse des Erben und setzt bei dem erworbenen Erbteil an.

Erbschaftssteuer Steuersätze Kantone und Gemeinden

Die Erbschaftssteuer Solothurn und die Erbschaftssteuer Graubünden sehen in Bezug auf die Nachlasstaxe einen festen Steuersatz von 8-17 Prozent vor. Ansonsten verwenden die meisten Kantone innerhalb der Steuerklassen progressive Steuersätze, einige wenige aber auch feste. Ehegatten und eingetragene Partner sind in allen Kantonen von der Erbschaftssteuer befreit. Einzige Ausnahme ist hier die Nachlasstaxe im Kanton Solothurn. Im Folgenden können Sie sich einen Überblick über die Erbschaftssteuer Schweiz in den einzelnen Kantonen verschaffen:

Welche Kantone erheben keine Erbschaftssteuer

Es gibt nur einen Schweizer Kanton, der keine Erbschaftssteuer erhebt, der Kanton Schwyz. Die Erbschaftssteuer Schwyz gibt es also nicht. Luzern hingegen ist der einzige Kanton, der keine Schenkungssteuer erhebt. In allen anderen Kantonen wird Erbschaftssteuer erhoben, die kantonalen Regelungen sind hier aber unterschiedlich. 

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Erbschaftssteuer Freibeträge

Der Freibetrag ist der Betrag, der vor der Berechnung der Erbschaftssteuer abgezogen werden kann und also steuerfrei ist. Die Berechnung der einzelnen Freibeträge ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Sie richten sich grundsätzlich nach dem Verwandtschaftsgrad, wonach nahe Verwandte einen höheren Freibetrag haben als entferntere Verwandte. Einen Überblick über die geltenden Freibeträge für die Erbschaftssteuer in den Schweizer Kantonen können Sie sich hier verschaffen:

Wer muss Erbschaftssteuer zahlen und wo?

Erbschaftssteuer zahlen muss die Person, die einen Nachlass übernimmt. Da es oftmals mehrere Personen sind, die einen Nachlass übernehmen, müssen all diese Personen Erbschaftssteuer zahlen. Die Höhe der Erbschaftssteuer ist abhängig von drei Faktoren:

  • dem jeweiligen Kanton
  • der Höhe der Hinterlassenschaft
  • dem verwandtschaftlichen Verhältnis

Je höher der Wert einer Hinterlassenschaft ist, desto höher ist auch die Erbschaftssteuer. Je näher der Verwandtschaftsgrad, desto niedriger ist jedoch die Erbschaftssteuer. Die Erbschaftssteuer Luzern liegt bei Geschwistern beispielsweise bei 6-12 Prozent, die Erbschaftssteuer Graubünden hingegen bei 1-4 Prozent.

Wer muss keine Erbschaftssteuer zahlen?

Ehegatten und eingetragenen Partner sind von der Erbschaftssteuer befreit. In den allermeisten Kantonen müssen auch die direkten Nachkommen beziehungsweise Stief- und Pflegekinder keine Erbschaftssteuer entrichten. Dasselbe gilt für die Schenkungssteuer.

Geld und Schmuck liegt in einer Holzbox

Steuerbemessung des Erbes

Die Erbschaftssteuer ist in den allermeisten Kantonen progressiv ausgerichtet. Das heißt, dass sowohl die Höhe des Nachlasses als auch der Verwandtschaftsgrad der Erben bei der Steuerbemessung Berücksichtigung finden. Nach dem Ehegatten Erbrecht sind Ehegatten wie bereits erwähnt von der Erbschaftssteuer befreit.

Werden Immobilien vererbt, muss zur Bemessung der Erbschaftssteuer zunächst der Verkehrswert ermittelt werden. Im Falle einer Immobilie ist der Verkehrswert der Verkaufswert.

Erbschaftssteuer Wertpapiere Aktien

Werden Wertpapiere oder Aktien vererbt, so unterscheiden alle Kantone bei der Berechnung der Erbschaftssteuer zwischen kotierten und nichtkotierten Wertpapieren.

Als kotierte Wertpapiere gelten die, die an der Börse gehandelt werden. Sie werden nach dem jeweiligen Kurswert zum Zeitpunkt des Erbens besteuert. Nichtkotierte Wertpapiere werden nicht an der Börse gehandelt. Ihr Verkehrswert muss deswegen schlicht geschätzt werden.

Schuldenabzug

Der Schuldenabzug bedeutet, dass die Erbschaftssteuer immer von dem Nettovermögen des Erblassers berechnet wird. Hat der Erblasser noch Verbindlichkeiten gegen Dritte, so werden diese zunächst ausgeglichen. Erst dann wird die Erbschaftssteuer erhoben.

Unterschieden wird hier zwischen den Erbschaftsschulden und den Erbgangsschulden. Die Erbschaftssschulden sind die Schulden, die der Erblasser noch Dritten gegenüber hat. Erbgangsschulden sind die, die durch den Erbgang selbst verursacht werden. Hierzu zählen beispielsweise auch die Beerdigungskosten.

Wer erhebt die Erbschaftssteuer?

Nach dem Erbrecht Schweiz hat der Bund keine Kompetenz, um Erbschaftssteuer zu erheben. Zwar ist das Erbrecht in der Schweiz auf Bundesebene einheitlich geregelt, die Erbschaftssteuer wird jedoch von den einzelnen Kantonen erhoben.

Die Erbschaftssteuer wird immer in dem Kanton erhoben, in dem der Erblasser zuletzt lebte. Ausnahmen bilden hier Immobilien beziehungsweise unbewegliches Vermögen. In solchen Fällen wird die Erbschaftssteuerin dem Kanton erhoben, in dem sich das jeweilige Grundstück beziehungsweise Haus befindet.

Erbschaftssteuererklärung

Bei Erbschaften kommt es im Steuererklärungsformular recht häufig zu Fehlern. Das liegt daran, dass sich vor allem Erbteilungen häufig über einen längeren Zeitraum hinziehen. Wenn ein Nachlass nicht noch im selben Jahr des Todes des Erblassers verteilt ist, müssen die Erben das noch ungeteilte Vermögen nach dem Verhältnis ihrer Erbqoute versteuern.

Weil dieser Vorgang häufig recht kompliziert ist, kommt es oft zu Fehlern. Ein Steuerberater oder auch ein Anwalt für Erbrecht kann hier im Zweifelsfall helfen und offene Fragen beantworten. Empfehlenswert ist es immer, das Erbe als Schätzwert im Steuererklärungsformular zu benennen und eine Aktennotiz zuzufügen. Aus dieser muss hervorgehen, dass man den genauen Wert der Erbschaft noch nicht kennt oder einem Daten fehlen. So verhindert man ein Nachsteuer- oder Bußverfahren wegen Nichtdeklaration, sondern das Steueramt wartet auf die genauen Daten und erst dann wird die Erbschaftssteuer erhoben.

Steuererklärung für Verstorbenen

Stirbt jemand, so muss die letzte Steuererklärung von dem Erben beziehungsweise der Erbengemeinschaft ausgefüllt werden. Zu beachten ist hier, dass das Erbe bereits dann versteuert werden muss, obwohl die Erben es oftmals noch nicht erhalten haben.

Verstirbt beispielsweise ein Ehepartner Mitte eines Jahres, so muss der hinterbliebene Partner für den Zeitpunkt bis zum Tod eine gemeinsame, danach eine eigene Steuererklärung abgeben.

Erbschaftssteuer Deutschland Schweiz

Deutsch-schweizerische Erbfälle sind mitunter sehr kompliziert und die deutschen Gerichte kommen zu anderen Ergebnissen als die in der Schweiz. Nach dem Erbrecht Schweiz muss das schweizerische Recht Anwendung finden, wenn ein Erblasser seinen letzten Wohnsitz in der Schweiz hatte. Nach deutschem Recht gilt die Staatsangehörigkeit des Erblassers als Grundlage dafür, ob die Erbschaftssteuer in Deutschland oder in der Schweiz erhoben wird.

Bei solch schwierigen Konstellationen und Uneinigkeit darüber, welches Erbrecht Anwendung finden muss, sollte immer ein Rechtsanwalt für Erbrecht zurate gezogen werden. So kann man sichergehen, im Zweifelsfall nichts falsch zu machen. Ebenfalls hilfreich ist ein Testament. Es verhindert nicht nur einen unnötigen Erbstreit, sondern beim Testament erstellen kann der Testator eine Rechtswahl treffen und verfügen, wo Erbschaftssteuer erhoben werden soll.

Darüber hinaus kann man mit einem Testament oder Erbvertrag die gesetzliche Erbfolge beziehungsweise Erbreihenfolge umgehen und seinem letzten Willen Ausdruck verleihen. Ein eventuell bestehender Pflichtteilsanspruch oder gesetzlicher Erbteil bleibt vom Testament unberührt. Um sicherzugehen, dass das Testament nach dem Tod auch gefunden wird, ist eine Eintragung im Testamentenregisters innvoll.

Erbschaften aus dem Ausland versteuern

Wohnt ein Erblasser im Ausland, so muss in der Schweiz nicht noch einmal eine Erbschaftssteuer entrichtet werden. Wohnt ein Erblasser also zum Beispiel in den Niederlanden und die Erben in der Schweiz, so wird die Erbschaftssteuerin den Niederlanden bezahlt.

Hinweis: Die Erbschaft kann trotzdem kosten

Wer eine Erbschaft von einem Erblasser im Ausland bezieht, muss zwar in der Schweiz keine Erbschaftssteuer entrichten, aber das Erbe als Vermögen deklarieren. Obwohl also keine Erbschaftssteuer anfällt, kann eine Vermögenssteuer oder sogar eine Einkommenssteuer anfallen, falls mit dem Erbe Einnahmen oder Zinsen erzielt werden.

Wie kann man die Erbschaftssteuer umgehen bzw. sparen?

Fast jeder Erbe fragt sich, wie man eine Erbschaftssteuer legal umgehen kann. Tatsächlich gibt es einige Erbschaftsteuer Tricks, mit denen man sich zumindest einen Teil der Erbschaftssteuer sparen kann. 

Beispielsweise kann man die Erbschaftssteuer umgehen mit Bargeld, also indem der Erblasser einen Teil des Erbes bereits vor seinem Tod in bar übergibt. Des weiteren kann man die Erbschaftssteuer umgehen mit Stiftungen, also indem man sein Vermögen Stiftungen vererbt. Diese sind nämlich von der Erbschaftssteuer befreit, solange sie keine eigennützigen Zwecke verfolgen, sondern nur auf das Wohl anderer ausgerichtet sind.

Die Erbschaftssteuer umgehen durch Adoption ist eine weitere Möglichkeit. Adoptivkinder sind nämlich wie eigene Nachkommen in den allermeisten Kantonen gänzlich von der Erbschaftssteuer befreit. Neben den genannten gibt es allerdings noch weitere Möglichkeiten, um die Erbschaftssteuer zumindest zu senken.

- Wohnsitz verlegen

Weil die Erbschaftssteuer kantonal erhoben wird, kann es unter Umständen sinnvoll sein, seinen Wohnsitz in einen Kanton mit niedrigerer Erbschaftssteuer zu verlegen. Dies hilft allerdings nicht bei Immobilienbesitz: Hier erhebt der Kanton die Erbschaftssteuer, in dem die jeweilige Immobilie steht beziehungsweise sich das Grundstück befindet.

- Vor- und Nacherben

Abhängig vom Verwandtschaftsgrad kann es sich für die Senkung der Erbschaftssteuer auch lohnen, sogenannte Vor- und Nacherben einzusetzen. Ein Nacherbe ist jemand, der zum Erben eingesetzt wird, nachdem zunächst ein anderer Erbe war. Ein Vorerbe hingegen ist also der, der vor dem Nacherben erbt. Der Vorerbe ist in der Verfügung des Erbes durch den Nacherben eingeschränkt, was sich auch steuerlich auswirkt. 

- Schenkung

Weil eine Schenkungssteuer unter Umständen niedriger ausfällt als eine Erbschaftssteuer, kann es sinnvoll sein, seinen Nachlass bereits zu Lebzeiten in Form von Schenkungen zu regeln. Nach dem gesetzlichen Erbrecht in der Schweiz muss sich der Beschenkte das Geschenkt nicht an sein Erbe anrechnen lassen. Ausnahmen ist die Verletzung eines Pflichtteils, allerdings auch nur dann, wenn die Schenkung weniger als fünf Jahre zurück liegt.

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- Erbvorbezug

Günstig auf die Erbschaftsteuer auswirken kann sich zudem ein sogenannter Erbvorbezug über mehrere Jahre. Werden Erbvorbezüge und auch Schenkungen nüber mehrere Jahre verteilt beziehungsweise gestaffelt, so kann die Steuerprogression vermieden werden. Erbvorbezüge lohnen sich zudem, weil eventuell zu erwartende Wertzuwächse nicht von der Erbschaftssteuer und / oder der Schenkungssteuer betroffen sind.

Tipp: Nutzniessungen drücken die Schenkungssteuer

Wer eine Schenkung mit einer Nutzniessung belegt, vermindert den Wert der Schenkung und reduziert somit auch die Schenkungssteuer. Die Höhe der Schenkung wird um den kapitalisierten Wert der Nutzniessung vermindert.

Erbschaftssteuer bei Immobilien

Die Berechnung der Erbschaftssteuer bei Immobilien richtet sich nach deren Verkehrswert. Bei Immobilien Erbschaftssteuer sparen ist gar nicht so einfach. Ehepartner und in den meisten Kantonen auch die Nachkommen eines Erblassers sind von der Erbschaftssteuer befreit. Ansonsten ist es kaum möglich, die Erbschaftssteuer bei Immobilien zu umgehen. Wer die Erbschaftssteuer durchs Haus überschreiben umgehen möchte, nimmt rechtlich gesehen eine Schenkung vor. Und diese wiederum unterliegt der Schenkungssteuer.

Lassen Sie sich am besten von einem auf Erbrecht spezialisierten Anwalt beraten, was Sie bei der Erbschaftssteuer bei Immobilien beachten müssen. Je nach persönlicher Situation kann es sinnvoll sein, die Immobilie zu verkaufen oder selbst darin einzuziehen. Wer ein Haus mit einer Erbengemeinschaft erbt, muss mit allen gemeinsam eine Lösung finden, die alle zufriedenstellt. Oftmals kommt es in solchen Situationen zu Erbstreitigkeiten. Auch hier steht Ihnen ein Anwalt für Erbrecht zur Seite.

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Unternehmensnachfolge - Steuerliche Aspekte

Vergünstigungen bei der Erbschaftssteuer für den Fall einer Unternehmensnachfolge gibt es beispielsweise im Kanton Zürich. Hier gibt es einen bis zu 80-prozentigen Abschlag. Dieser wird allerdings nur dann gewährt, wenn der Betrieb noch mindestens zehn Jahre fortgeführt wird und das Betriebsvermögen zur selbstständigen Erwerbstätigkeit des Erben genutzt wird. Was die Vergünstigungen der Erbschaftssteuer bei Unternehmensnachfolge betrifft, hat jeder Kanton seine eigenen Regelungen.

Erbschaftssteuer für Konkubinatspartner

Erben ohne Trauschein ist in der Schweiz gar nicht so einfach. Für unverheiratete Paare, die im Konkubinat leben, ist die Erbschaftssteuer oft recht hoch. Dies ist von Kanton zu Kanton verschieden. In einigen Kantonen ist die Erbschaftssteuer für Konkubinatspartner so hoch wie für Eltern, in anderen wie für Geschwister. Teilweise zählen unverheiratete Partner sogar zur Kategorie „Übrige“. Das Erbe für Lebenspartner, die eingetragen sind, ist hingegen dem von Ehegatten gleichgestellt.

Wenn ein Konkubinat seit einigen Jahren besteht, sehen einige Kantone Ausnahmeregelungen vor, die eine teilweise Begünstigung des Konkubinatspartners ermöglichen. Hierzu muss eine mindestens dreijährige Beziehung nachgewiesen werden und der Partner muss durch den Tod des anderen in finanzielle Not geraten sein. Wer allerdings ganz sichergehen möchte, dass sein Partner etwas erbt, der sollte ihn dringend in einem Testament begünstigen. Andernfalls ist die Gefahr groß, dass dieser leer ausgeht.

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