Schenkungsvertrag – Infos, Inhalt & Funktionen

Ein Schenkungsvertrag in der Schweiz entsteht dann, wenn eine Übergabe von Geld oder Vermögenswerten – wie beispielsweise Immobilien, Autos, Haus usw. – erfolgen soll. Die wichtigste Voraussetzung für Schenkungen ist das Vertrauen zwischen dem Schenker und dem Beschenkten, doch es gibt noch einige andere Dinge zu beachten, wie beispielsweise die Schenkungssteuer. Im folgenden Beitrag werden alle wichtigen Themen zum Schenkungsvertrag in der Schweiz aufgegriffen.
Inhaltsverzeichnis

Wie wird ein Schenkungsvertrag definiert?

Ein Schenkungsvertrag ist nach dem Erbrecht in der Schweiz ein Vertrag, dem eine Schenkung zu Grunde liegt. In einem Schenkungsvertrag werden die wichtigsten Aspekte zur Schenkung zu Lebzeiten festgehalten.

Hierbei ist es egal, ob es sich um die Schenkung einer Liegenschaft an Nachkommen, eine Schenkung an Kinder, einen Schenkungsvertrag für Immobilien oder für Vermögensübertragungen handelt. Voraussetzung dafür, dass eine Zuwendung als Schenkung einzustufen ist, ist vor allen Dingen, dass der Schenkende den Beschenkten aus seinem Vermögen ohne Gegenleistung bereichert.

Wann ist ein schriftlicher Schenkungsvertrag sinnvoll?

Wann einen Schenkungsvertrag schriftlich erfolgen sollte, ist vor allem davon abhängig, was verschenkt wird. Bei Handschenkungen beispielsweise ist ein Schenkungsvertrag weder vorgesehen noch notwendig. Sinnvoll ist ein Schenkungsvertrag allerdings dann, wenn wertvolle Gegenstände, eine hohe Bargeldsumme oder beispielsweise eine Immobilie verschenkt werden soll. Ein Schenkungsversprechen beispielsweise muss notariell beurkundet werden und bedarf daher eines Schenkungsvertrages. Wenn Sie einen Schenkungsvertrag aufsetzen möchte, ist Ihnen Ihr Anwalt für Erbrecht dabei gern behilflich. Auf Erbrechtsinfo.ch haben Sie die Möglichkeit, zu verschiedenen Erbrechtsexperten unverbindlich und kostenlos Kontakt aufzunehmen.

Ist es möglich einen Schenkungsvertrag über Geld selbst zu verfassen?

Wenn ein Schenkungsversprechen ausgesprochen wird, so bedarf dieses zur Wirksamkeit der notariellen Beurkundung. Den Schenkungsvertrag schriftlich selbst aufzusetzen ist möglich, die Beurkundung kann allerdings nur von einem Notar erfolgen. Diese vorgeschriebene Schenkungsvertrag Form kann allerdings umgangen werden, indem das Schenkungsversprechen eingelöst wird. In diesem Fall wird die vorgeschriebene Schenkungsvertrag Form beim Schenkungsversprechen dadurch geheilt, dass das Schenkungsversprechen eingelöst wird.

Welche Funktionen hat ein Schenkungsvertrag?

Ein Schenkungsvertrag hat die Funktion, eine Schenkung rechtlich zu dokumentieren. So kann die Schenkung im Zweifelsfall nachgewiesen und beispielsweise nicht fälschlicherweise als Darlehen interpretiert werden. Zudem kann der Schenker in einem Schenkungsvertrag Bedingungen für die Schenkung festhalten. So stellt er sicher, dass er bei Nichterfüllen der Bedingungen eine rechtliche Handhabe hat und das Geschenk beispielsweise zurückfordern kann.

Was sollte man bei einem Schenkungsvertrag beachten?

Wer einen Schenkungsvertrag aufsetzen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass dieser keine Formfehler enthält. Um dies sicherzustellen, ist es empfehlenswert, bei der Erstellung eines Schenkungsvertrages auf die Hilfe eines Anwaltes für Erbrecht zu vertrauen. Der richtige Erbrechtsexperte kann sie mit seinem Know-how in Sachen Schenkungsvertrag umfassend beraten und dabei auf ihre individuelle Situation eingehen. Auf Erbrechtsinfo.ch können Sie noch heute den passenden Erbrechtsanwalt in Ihrer Region finden, der Ihnen auch bei anderen erbrechtlichen Themen wie dem Testament, dem Erbvertrag, dem Erbvorbezug oder der Unternehmensnachfolge behilflich sein kann. In einem Schenkungsvertrag unbedingt berücksichtigt werden sollten die Punkte Vertragspartner, das Schenkungsobjekt und eventuelle Auflagen. Auf diese Punkte gehen wir im Folgenden näher ein.

Vertragspartner

In einem Schenkungsvertrag muss natürlich zunächst der Vertragspartner genannt werden; schließlich muss sichergestellt werden, dass nachvollzogen werden kann, zwischen welchen beiden Vertragspartnern die jeweilige Schenkung vollzogen wird. Zu beachten ist hier, dass auch bei einer Schenkung Steuern anfallen können. Die sogenannte Schenkungssteuer Höhe ist wie die Erbschaftsteuer abhängig davon, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis der Geschenkgeber und der Geschenknehmer zueinanderstehen und welchen Wert die Schenkung hat.

Schenkungsobjekt

Zudem ist es natürlich wichtig, dass aus dem Schenkungsvertrag klar hervorgeht, was genau verschenkt wird. Das Schenkungsobjekt kann beweglich oder unbeweglich (Immobilien, Grundstücke, …) sein und muss im Schenkungsvertrag klar genannt werden. Verschenkt werden kann grundsätzlich alles, was auch verkauft werden kann. Dementsprechend gibt es einen Schenkungsvertrag für Immobilien und Schenkungsverträge, in denen beispielsweise die Schenkung eines Objektes festgehalten wird.

Auflagen

Ist eine Schenkung mit bestimmten Auflagen verbunden, handelt es sich beim Schenkungsvertrag um einen Schenkungsvertrag mit Bedingungen. Dem Geschenkgeber ist es erlaubt, an eine Schenkung bestimmte Bedingungen zu knüpfen, die im Schenkungsvertrag mit Bedingungen festgehalten werden können. So kann der Schenker beispielsweise bestimmen, wofür eine Schenkung von Geld verwendet werden soll. Es ist auch möglich, an eine Schenkung die Bedingung einer Spende zu knüpfen oder sich beispielsweise bei der Schenkung von Immobilien ein Wohnrecht vorzubehalten.

Sie möchten ein Grundstück verschenken?

Wer ein Grundstück verschenken möchte, sollte sich unbedingt von einem Anwalt für Erbrecht beraten lassen und bei der Erstellung des Schenkungsvertrags fürs Grundstück auf dessen Expertise vertrauen. Den passenden Ansprechpartner finden Sie hier auf Erbrechtsinfo.ch.

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Wie kann sich ein Schenker im Vertrag absichern?

Für eine Schenkung kann es viele Motive geben. Zum einen kann es sein, dass der Schenker dem Beschenkten schlichtweg eine Freude machen möchte oder ihm unter die Arme greifen möchte. Des Weiteren ist es möglich, mit Schenkungen Pflichtteilsansprüche zu schmälern, solange die Schenkungen im Erbfall lange genug zurückliegen. Egal, aus welchem Grund sich ein Mensch für eine Schenkung entscheidet: Es ist wichtig, dass sich der Schenker in einem Schenkungsvertrag so gut wie möglich absichert.

Das sollte in einem Schenkungsvertrag stehen

Einige Punkte sollte ein Schenkungsvertrag in jedem Fall enthalten. Zu diesen elementaren Bestandteil eines Schenkungsvertrages zählen:

  • Die Vertragsparteien müssen klar genannt und in Schenker und Beschenkter unterschieden werden.
  • Das Schenkungsobjekt muss klar genannt werden.
  • Aus dem Schenkungsvertrag muss hervorgehen, dass die Zuwendung des Schenkers unentgeltlich und ohne Gegenleistung erfolgt.

Zusätzliche Regelungen können sein..

Über die elementaren Bestandteile eines Schenkungsvertrags hinaus gibt es zusätzliche Regelungen in einem Schenkungsvertrag, die unter Umständen sinnvoll sein können. Hierzu zählen unter anderem:

  • Das Festhalten von Auflagen zur Schenkung. Sollte eine Auflagen nicht erfüllt werden, kann der Schenker sich ein Rückforderungsrecht vorbehalten.
  • Sollte das Schenkungsobjekt ein schwer zu transportierender Gegenstand sein, kann im Schenkungsvertrag festgehalten werden, wie die Übergabe stattfinden soll.
  • Der Schenker hat die Möglichkeit, sich ein Widerruf- beziehungsweise Rücktrittsvorbehalt im Schenkungsvertrag vorzubehalten.
  • Erhält ein Kind von einem Elternteil eine Schenkung, ein anderes aber nicht, ist es sinnvoll, im Schenkungsvertrag festzuhalten, ob die Schenkung den Geschwistern gegenüber im Erbfall ausgeglichen werden muss oder nicht. Auf diese Weise lassen sich Erbstreitigkeiten verhindern.

Worin unterscheidet sich der Widerrufsvorbehalt von einem Rücktrittsvorbehalt?

Ein Erblasser kann sich in einem Schenkungsvertrag einen Widerrufsvorbehalt oder einen Rücktrittsvorbehalt sichern, mit denen er die Schenkung beziehungsweise den Schenkungsvertrag rückgängig machen kann. Bei einem Widerrufsvorbehalt müssen im Falle des Widerrufs keine Nutzungen am Schenkungsobjekt herausgegeben werden, sondern nur das Schenkungsobjekt selbst. Anders beim Rücktrittsvorbehalt: Hier müssen sowohl das Schenkungsobjekt als auch Nutzungen am Objekt zurückgegeben werden. Sinnvoll ist ein Widerruf beziehungsweise Rücktrittsvorbehalt im Schenkungsvertrag aus mehreren Gründen. Sollte ein Beschenkter beispielsweise vor dem Schenker versterben, so kann der Schenker das Schenkungsobjekt zurückfordern und den Schenkungsvertrag rückgängig machen. So geht das Schenkungsobjekt nicht in den Nachlass des Beschenkten über. Des Weiteren kann der Geschenkgeber das Geschenk unter Umständen zurückfordern, wenn er in eine finanzielle Notlage gerät.

Braucht der Schenkungsvertrag eine notarielle Beglaubigung?

Liegt einer Schenkung ein Schenkungsversprechen zu Grunde, so bedarf ein Schenkungsvertrag zur Wirksamkeit der notariellen Beglaubigung. Diese Regelung lässt sich allerdings durch Erfüllung des Schenkungsversprechens umgehen. Hier heilt der Vollzug der Schenkung die fehlende Schenkungsvertrag Form. Wenn Sie weitere Fragen zum Schenkungsvertrag, den Schenkungsvertrag Kosten oder zu anderen erbrechtlichen Themen wie dem Pflichtteil, dem Willensvollstrecker oder der gesetzlichen Erbfolge, finden Sie auf Erbrechtsinfo.ch den passenden Ansprechpartner in Ihrer Umgebung.

Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt im Falle des Schenkungsvertrags

Wenn Sie eine Schenkung vornehmen möchten, ist es sinnvoll, für den Schenkungsvertrag professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Setzen Sie den Schenkungsvertrag gemeinsam mit einem Fachanwalt für Erbrecht auf, stellen Sie sicher, dass der Schenkungsvertrag keine Formfehler enthält. Natürlich ist es auch möglich, den Schenkungsvertrag von einem Rechtsanwalt für Erbrecht nur prüfen zu lassen. In unserer Anwaltssuche finden Sie jederzeit den passenden Ansprechpartner, der sie auch zu anderen erbrechtlichen Themen wie dem Nachlassverfahren, der Erbengemeinschaft und den Schenkungsvertrag Kosten beraten kann.

Schenkungssteuer in der Schweiz

Bei Schenkungen in der Schweiz fällt unter Umständen eine Schenkungssteuer an. Ob diese anfällt und wie hoch sie ist, hängt von dem verwandtschaftlichen Verhältnis von Schenker und Beschenktem ab. Außerdem hängt die Schenkungssteuerhöhe von dem Wert der Schenkung ab.

Wer haftet?

Je nach Kanton ist es möglich, dass der Schenker mit dem Beschenkten solidarisch für die Begleichung der Schenkungssteuer haftet. Wer sich zu einer Schenkung entscheidet, sollte dies unbedingt vorher prüfen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Schenkungsvertrag Vorlage

Wer eine Schenkung vornehmen will, sucht häufig im Internet nach einem Schenkungsvertrag Muster oder einem Schenkungsvertrag PDF. Die Schenkungsvertrag Muster aus dem Internet sollten allerdings nur der ersten Orientierung dienen, weil sie relativ häufig Formfehler enthalten. Wenn Sie sich vorab über einen Schenkungsvertrag informieren möchten, dann finden Sie hier ein Schenkungsvertragsvertrag Muster zum kostenlosen Download. Denken Sie aber unbedingt daran, für Ihren Schenkungsvertrag einen Anwalt aufzusuchen, den Sie in unserer Anwaltssuche finden und unkompliziert und kostenlos kontaktieren können.

Wie kann ein Anwalt helfen?

Besonders bei Schenkungen, die über alltägliche Gefälligkeiten hinausgehen oder die einem Schenkversprechen zu Grund liegen, ist es wichtig, diese rechtlich korrekt und bindend zu formulieren. Der Schenkungsvertrag ist hierfür die beste Möglichkeit. Damit Ihr Schenkungsvertrag Ihrem Willen gerecht wird, sollten Sie einen Anwalt für Erbrecht damit beauftragen, einen solchen Vertrag auszufertigen. Es gibt formale Vorschriften, die Sie beachten müssen und der Vertragsinhalt muss auf Ihre Lebenssituation angepasst sein. Bedingungen müssen korrekt formuliert werden und schlussendlich wird der Schenkungsvertrag von einem Notar geprüft und beurkundet. Damit sich Ihr Wille im Schenkungsvertrag manifestiert, unterstützt Sie Ihr Anwalt für Erb- oder Zivilrecht darin, den Vertrag auszuformulieren. 

Ein nicht korrekt formulierter Vertrag kann dazu führen, dass das Schenkversprechen unwirksam ist. Das wäre ärgerlich, da der Beschenkte seinen rechtlichen Anspruch auf die Schenkung verlieren würde. Ihr Anwalt für Erbrecht berät Sie ausserdem bezüglich Absicherungsmöglichkeiten und ggf. anfallenden Schenkungssteuerlasten. Muster-Schenkungsverträge aus dem Internet sind ledigliche eine Orientierungshilfe und ersetzen nie die Expertise eines kompetenten Anwalts! Wenn Sie eine Schenkung vornehmen oder ein Schenkversprechen abgegeben wollen, sollten Sie unsere Anwalts-Suchfunktion nutzen. Dort finden Sie schnell und unkompliziert einen Rechtsanwalt, der Ihnen bei Ihrem Schenkungsvertrag zuverlässig unter die Arme greifen kann. Nehmen Sie noch heute kostenlos Kontakt auf und vereinbaren Sie ein erstes, völlig unverbindliches Beratungsgespräch.

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FAQ: Schenkungsvertrag

Der Schenkungsvertrag wird immer dann benötigt, wenn ein Schenkversprechen für die Zukunft abgegeben werden soll. Der Vertrag sollte in jedem Fall von einem Anwalt verfasst und von einem Notar beurkundet werden. Andernfalls kann es zu rechtlichen Ungereimtheiten kommen, die die Wirksamkeit des Vertrages vernichten. Eine Besonderheit des Schenkungsvertrages ist, dass dort die Schenkung an bestimmte Bedingungen geknüpft werden kann. Der Sinn und Zweck eines Schenkungsvertrages ist die rechtliche und richtige Dokumentation einer Schenkung. Das soll Sicherheit im Rechtsverkehr gewährleisten. Die wesentlichen Punkte, die in einem Schenkungsvertrag vermerkt werden sollten, sind:

  • Vertragsparteien: wer schenkt wem?
  • Schenkungsgegenstand: was soll verschenkt werden?
  • Gegenleistung: erfolgt die Schenkung unentgeltlich oder gegen eine Leistung?
  • Schenkungszeitpunkt: wann soll die Schenkung erfolgen?
  • Bedingungen: soll die Schenkung an bestimmte Bedingungen geknüpft sein?

Besonders bei hochwertigen Schenkungen oder bei Schenkungen, die Immobilien umfassen, stellt sich schnell die Frage, ob auf dieses Vermögen Schenkungssteuer gezahlt werden muss. Die Antwort ist: grundsätzlich ja. In der Schweiz gibt es eine Schenkungssteuer, die von zwei Faktoren massgeblich abhängt:

  1. Den Wert der Schenkung
  2. Den Kanton in dem die Schenkung stattfindet

Ausserdem ist entscheidend, in welcher Beziehung Sie zu dem Schenkenden stehen. Direkte Nachfahren (Kinder) sind meist von Schenkungs- und Erbschaftssteuer befreit und können mithin beschenkt werden, ohne dass Schenkungssteuer abgeführt werden muss. Dies lässt sich am besten mit einem Anwalt für Erb- oder Zivilrecht abklären.

Ja und Nein. Prinzipiell muss ein Schenkversprechen notariell beurkundet werden, um rechtliche Verbindlichkeit zu erlangen. Im Normalfall geht die Schenkung jedoch mit der Übergabe des zu schenkenden Gegenstandes einher. Sobald das “Geschenk” übergeben wurde, ist die Schenkung auch ohne einen Notar rechtlich verbindlich und wirksam. Der Formmangel wird durch tatsächliche Erfüllung geheilt, würde der Jurist sagen. Sollten Sie einem Dritten in Zukunft etwas schenken wollen, dann muss der Schenkungsvertrag jedoch notariell beurkundet werden. Fehlt diese Beurkundung, so ist der Vertrag unwirksam und kann nicht rechtlich durchgesetzt werden.
Ein Beitrag unserer Online-Redaktion
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