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Kosten eines Testaments – Was kostet ein Testament in der Schweiz?

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Testament Erstellung - Das sollten Sie wissen
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Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Kosten eines Testaments werden meistens nach Stundensätzen berechnet. Die Anwalt Testamentskosten unterscheiden sich nur gering von den Notar Testamentskosten.
  • Für ein eigenhändiges Testament fallen gar keine Gebühren an, weil es selbst verfasst wird.
  • Soll ein eigenhändiges Testament beglaubigt werden oder soll eine Beratung stattfinden, fallen natürlich Kosten an.
  • Investiert man die Kosten eines Testaments, kann man Erbstreitigkeiten im Nachhinein verhindern.
  • Es ist empfehlenswert, statt einem Notar die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch zu nehmen. Dieser darf auch eine beratende Funktion erfüllen und kann individuell auf Ihre Bedürfnisse eingehen.
  • Die Kosten für einen Erbvertrag sind höher als die Kosten eines Testaments. Beim Erbvertrag können die Gebühren bis zu 1 ‰ des Nettovermögens betragen, beim Testament bis zu 0,5 %

Inhaltsverzeichnis:

Kosten eines Testaments

Mit einem Testament können Sie die gesetzliche Erbfolge umgehen und sichergehen, dass Ihr letzter Wille umgesetzt wird. Weil der Testator anders als bei Schenkungen oder einem Schenkungsvertrag oder Erbvertrag zur Zeit des Inkrafttretens nicht mehr am Leben ist, sollte das Testament fehlerfrei sein.

Um dies sicherzustellen, ist es empfehlenswert, beim Testament erstellen die Hilfe eines Anwalts oder Notars in Anspruch zu nehmen. Je nachdem variieren die Kosten eines Testaments. In jedem Fall sind die vergleichsweise geringen Kosten eines Testaments es wert: Mit professioneller Hilfe bei der Testamentsaufsetzung vermeiden Sie Formfehler und demzufolge Erbstreitigkeiten, an denen schon manche Familien zerbrochen sind.

Doch wieviel kostet ein Testament? Die Testament Preise hängen von mehreren Faktoren ab. Zum einen unterscheiden sich die Testament Kosten beim Rechtsanwalt von den Notarkosten fürs Testament. Zum anderen kommt es darauf an, ob Sie ein eigenhändiges oder öffentliches Testament erstellen. Nicht zuletzt bemessen sich die Kosten eines Testaments auch am Vermögenswert zum Zeitpunkt des Aufsetzens.

Kosten für ein eigenhändiges Testament

Die Testament Gebühren für ein eigenhändiges Testament belaufen sich auf Null. Weil man ein eigenhändiges Testament selbst aufsetzen kann, fallen für das Testament erstellen keine Kosten an. Erst wenn Sie sich entschließen, Ihr eigenhändiges Testament beglaubigen zu lassen oder es im Testamentenregister hinterlegen lassen möchten, fallen geringe Gebühren an.

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Kosten für ein öffentliches Testament

Für ein öffentliches Testament gibt es sogenannte Gebührentarife, die sich bei Anwalt und Notar unterscheiden. Die Gebühren beim Notariat Zürich beispielsweise werden normalerweise nach Stunden berechnet. Sie betragen aber mindestens 0.5 % des von der Änderung betroffenen, höchstens aber 0.5 % des gesamten Nettovermögens. Dies können Sie bei den vom Kanton Zürich gelisteten Notariaten, Grundbuch- und Konkursämtern nachlesen.

Hier sind sowohl die Beratung als auch der Testamentsentwurf berücksichtigt. Ausschlaggebend für die Kosten eines Testaments beziehungsweise die Testament Kosten beim Notar ist also die Höhe des Vermögens zum Beratungszeitpunkt.

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Nottestament Kosten

Die Kosten eines Testaments für den Fall eines Nottestaments sind ähnlich gelagert wie beim eigenhändigen Testament. Wie der Name schon sagt, wird ein Nottestament nur im Notfall erstellt. Meistens ist dies dann der Fall, wenn der Todeszeitpunkt so nah bevor zu stehen scheint, dass für die Aufsetzung eines eigenhändigen oder öffentlichen Testaments keine Zeit mehr bleibt.

Für ein Nottestament fallen also keine Kosten an. Das Nottestament kann mündlich vor zwei Zeugen mitgeteilt werden. Einer der Zeugen muss umgehend eine Mitschrift anfertigen und beide Zeugen müssen unterschreiben. Im Anschluss muss die Mitschrift bei der Gerichtsbehörde eingereicht werden. Alternativ kann das Nottestament schriftlich verfasst werden.

Was kostet ein Testament beim Anwalt?

Die Anwaltskosten für ein Testament sind ähnlich wie die Notarkosten für ein Testament. Im Unterschied zum Notar darf der Anwalt allerdings eine beratende Tätigkeit ausführen. Ein auf Erbrecht spezialisierter Anwalt kann Sie also beim Testament aufsetzen umfassend beraten und Ihre persönliche Situation berücksichtigen.

Die Kosten eines Testaments beim Anwalt werden wie beim Notar auch nach Stunden beziehungsweise der Gebührentabelle berechnet.

Testament Gebühren beim Notar

Beim Notar werden die Kosten eines Testaments auch in Abhängigkeit einer Gebührentabelle oder Stundenweise ermittelt. Der Notar hat allerdings anders als der Anwalt keine beratende Funktion, die sich auf Ihre persönlichen Interessen beim Testament erstellen bezieht.

Die Kosten eines Testaments beim Notar betragen mindestens 0.5 % des von der Änderung betroffenen, höchstens aber 0.5 % des gesamten Nettovermögens. Die Kosten für Testamentsänderungen sind also deutlich geringer als die Neuaufsetzung eines Testaments.

Mann schreibt ein Testament

Testament Alternativen: Was kostet ein Erbvertrag zur Sicherung des Erbes?

Alternativ zum Testament kann man nach dem Erbrecht in der Schweiz auch einen Erbvertrag abschließen. Ein Erbvertrag ist ebenso wie das Testament eine Verfügung des Todes wegen. Er wird zwischen dem Erblasser und den Erben gemeinschaftlich abgeschlossen und kann nicht einseitig geändert oder aufgehoben werden.

Die Kosten eines Erbvertrags unterscheiden sich von den Kosten eines Testaments. In der Regel wird zwar auch hier nach Stundensätzen abgerechnet. Im gegebenen Rahmen kann die Gebühr jedoch bis zu 1 % des Nettovermögens betragen. Mindestens beträgt sie jedoch 1 % des von der Änderung betroffenen Nettovermögens.

Möglicherweise kommen für Sie statt den Kosten eines Testaments beziehungsweise eines Testaments oder Erbvertrags auch Schenkungen infrage. Hier fällt dann statt der Erbschaftssteuer eine Schenkungssteuer an. Diese kann im Zweifelsfall und je nach Verwandtschaftsgrad aber günstiger ausfallen.

Kostenlose Ersteinschätzung vom Rechtsanwalt für die Regelung der Erbfolge

Einige Anwälte bieten einen Service an, mit dem sich die Anwaltskosten für ein Testament reduzieren lassen. Bei diesem Service handelt es sich um eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihrem geplanten Testament.

Nicht zu verwechseln ist dieses Angebot mit einem Erstgespräch. Dieses wird nicht kostenlos angeboten, sondern nur die Ersteinschätzung. In vielen Fällen kommt dann heraus, dass der Fall so klar liegt, dass sich ein Erstgespräch erübrigt. Hierdurch sparen Sie dann einen Teil der Kosten eines Testaments ein und können direkt die Aufsetzung des Testaments in Auftrag geben.

Gebühren für das Testamentenregister

Neben den Notarkosten für ein Testament beziehungsweise den allgemeinen Kosten eines Testamentsfallen einmalige Gebühren für das Testamentenregister an. Diese Gebühren fallen natürlich nur dann an, wenn Sie Ihr Testament dort registrieren möchten.

Amtsstellen und Behörden in der Schweiz sowie Notare und Anwälte können den Aufbewahrungsort eines eigenhändigen oder öffentlichen Testaments beim Testamentenregister anmelden. Gleiches gilt für Erbverträge und Schenkungsverträge. So ist sichergestellt, dass das wichtige Dokument im Todesfall gefunden wird.

Hinweis: Registrierung im Testamentenregister

Beim Testamentenregister kann nicht das Testament beziehungsweise das Dokument an sich hinterlegt werden. Es findet lediglich eine Registrierung statt, die den Aufbewahrungsort des jeweiligen Dokuments beinhaltet.

Korrekte Nachlassregelung minimieren Prozesskostenrisiken beim Erbstreit

Dass nach dem eigenen Tod um die Hinterlassenschaft gestritten wird, wünscht sich niemand. Leider kommt das recht häufig vor. Hier sind vor allem eigenhändig verfasste Testamente betroffen, die am häufigsten Formfehler aufweisen. So kommt es dann schnell zu einem Erbstreit, unter dem der Familienzusammenhalt leidet.

Die Kosten eines Testaments lohnen sich also langfristig auf jeden Fall. Auch wenn einem die Kosten eines Testaments auf den ersten Blick vielleicht zu hoch erscheinen und man sie mit einem eigenhändigen Testament umgehen möchte, sollte man sich das sehr gut überlegen. Es empfiehlt sich, den eigenen Nachlass so gründlich wie möglich zu regeln und in diese Regelung Experten miteinzubeziehen.

Auf Erbrecht spezialisierte Anwälte können Sie bei der Nachlassplanung und der Erstellung des Testaments beraten. Im Anschluss findet die Aufsetzung des Testaments statt. Um die Kosten eines Testaments gering zu halten, bieten viele Anwälte eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihres Falls an. Langfristig sind die Kosten eines Testaments deutlich günstiger als die Prozesskosten bei einem Erbstreit.

In jedem Fall ist es aber ein beruhigendes Gefühl, den eigenen Nachlass geregelt und von einem Experten geprüft zu wissen. So ist sichergestellt, dass dem eigenen letzten Willen entsprochen wird.

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