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Der Vorsorgeauftrag in der Schweiz - Inhalt, Rechte & Pflichten

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Der Vorsorgeauftrag in der Schweiz bietet – ähnlich wie die Patientenverfügung – einer handlungsfähigen Person die Möglichkeit, die eigenen Angelegenheiten im Falle einer zukünftigen Urteilsunfähigkeit im Vorfeld zu regeln und zu gestalten.

Mithilfe eines Vorsorgeauftrages kann eine urteilsfähige Person eine andere Person als Vertreter für ihre Angelegenheiten bestimmen. Der Vorsorgeauftrag wird in Bern, Aargau, St. Gallen und auch in den restlichen Kantonen der Schweiz von der KESB geprüft.  Im Folgenden werden alle Fragen zum Vorsorgeauftrag behandelt, beispielsweise: Kann man einen Vorsorgeauftrag handschriftlich verfassen? Und: Wie sieht ein Vorsorgeauftrag Muster aus?

Es ist ratsam, sich für die Erstellung eines Vorsorgeauftrages einen spezialisierten Anwalt für Erbrecht zu suchen, der einem den Vorsorgeauftrag individuell und fehlerfrei aufsetzt. Verwenden Sie einfach unsere Anwaltssuche bei Erbrechtsinfo.ch, um den passenden Anwalt zu finden und ihn kostenlos zu kontaktieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Vorsorgeauftrag bietet die Möglichkeit, für den Fall der eigenen Urteilsunfähigkeit einen Vertreter zu bestimmen.
  • Der Vorsorgeauftrag ist in die drei Bereiche der Personensorge, der Vermögenssorge und der Vertretung im Rechtsverkehr unterteilt.
  • Man unterscheidet zwischen dem eigenhändigen Vorsorgeauftrag und dem öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrag.
  • Der Hinterlegungsort eines Vorsorgeauftrags kann gegen eine Gebühr beim Zivilstandamt vermerkt werden.
  • Die KESB prüft in der Schweiz alle Vorsorgeaufträge auf Gültigkeit.
  • Vorsorgeauftrag Muster dienen nur der ersten Orientierung und ersetzen nicht die fachgerechte Beratung beim Anwalt für Erbrecht.

Was ist der Vorsorgeauftrag?

Ein Vorsorgeauftrag ist eine Verfügung, die es jedem Menschen ermöglicht, die eigene Versorgung für den Fall der Urteilsunfähigkeit sicherzustellen und zu planen. Im Vorsorgeauftrag in der Schweiz kann jeder eine dritte Person bestimmen, die im Falle des Falls alle notwendigen Angelegenheiten für einen erledigt.

Durch den Vorsorgeauftrag in der Schweiz bekommt die ernannte Person das Recht zugesprochen, im Namen der urteilunfähigen zu handeln und alle Angelegenheiten zu regeln. In der Schweiz prüft die KESB Vorsorgeaufträge auf Gültigkeit, sobald sie Kenntnis von der Urteilsunfähigkeit einer Person erhalten hat. Darüber hinaus ist die KESB dazu verpflichtet, darauf zu achten, dass ein Vorsorgeauftrag eingehalten wird.

Es ist für jeden Menschen dringend empfehlenswert, einen Vorsorgeauftrag zu erstellen. So geht man sicher, dass im Falle des Falls für die Regelung der eigenen Angelegenheiten im eigenen Interesse gesorgt ist.

Was ist der Unterschied zwischen Vorsorgeauftrag und Vollmacht?

Eine Vollmacht und ein Vorsorgeauftrag haben ähnliche Wirkungen, unterscheiden sich jedoch vor allem in einem Punkt: Eine Vollmacht gilt ab dem Zeitpunkt, ab dem sie erteilt wird. Ein Vorsorgeauftrag gilt erst, wenn die beauftragende Person selbst nicht mehr in der Lage ist, ihre Angelegenheiten zu regeln. Ein Vorsorgeauftrag wird also vorausschauend für einen späteren Zeitpunkt erteilt, während eine Vollmacht mit sofortiger Wirkung gültig ist.

Ihr Anwalt für Erbrecht von Erbrechtsinfo.ch hilft Ihnen bei allen Fragen rund um den Vorsorgeauftrag und die Vollmacht weiter. Gern können Sie gemeinsam mit Ihrem Erbrechtsexperten auch andere Themen zum Erbrecht in der Schweiz besprechen, beispielsweise die Nachlassplanung, den Erbvorbezug oder die Unternehmensnachfolge.

Warum brauche ich einen Vorsorgeauftrag?

Ein Vorsorgeauftrag ist für den Fall sinnvoll, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, Ihre Angelegenheiten zu regeln. Auch jüngere Menschen können beispielsweise durch einen tragischen Unfall schnell urteilsunfähig werden. Im Alter sind es häufig Erkrankungen, die die selbstständige Erledigung aller Angelegenheiten mit der Zeit erschweren und schließlich unmöglich machen.

Hier ist es sinnvoll, im Vorsorgeauftrag eine Person des Vertrauens als Stellvertreter zu bestimmen. So kann man sicher sein, dass die eigenen Belange nach den eigenen Wünschen von einer Person des Vertrauens ausgeführt werden. Am besten ist es, für die Vorsorgeauftrag Erstellung die Hilfe eines Anwalts für Erbrecht in Anspruch zu nehmen.

Wie wird bei Urteilsunfähigkeit vorgegangen?

Liegt ein Vorsorgeauftrag vor, wird dieser bei Eintritt der Urteilsunfähigkeit von der KESB geprüft. Die Vorsorgeauftrag KESB Prüfung beinhaltet mehrere Punkte. Unter anderem wird bei der Vorsorgeauftrag KESB Prüfung untersucht, ob die betreffende Person wirklich urteilsunfähig ist und ob der Vorsorgeauftrag rechtsgültig ist.

Außerdem ermittelt die KESB, ob die als Vertretung beauftragte Person bereit und geeignet ist, die ihr anvertrauten Aufgaben zu übernehmen und ob weitere Maßnahmen nötig sind, um die Interessen der urteilsunfähigen Person zu wahren. Sind alle Punkte zufriedenstellend geklärt, tritt der Vorsorgeauftrag in Kraft.

Was ist die KESB?

Die KESB sind die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden in der Schweiz. Sie haben die Aufgabe, den Schutz von Personen sicherzustellen, die selbst nicht mehr dazu in der Lage sind, sich selbst zu schützen oder Unterstützung einzuholen. Die KESB wird dann aktiv, wenn sie von einer Gefährdungssituation erfährt. Wenn geholfen werden kann beziehungsweise Hilfe nötig ist, leitet die KESB die nötigen Maßnahmen ein. 

Unter anderem kann sie einen Beistand einsetzen und   Betreuungsmaßnahmen oder sogar die Unterbringung in einer Klinik anordnen. Liegt ein Vorsorgeauftrag vor, hat die KESB die Pflicht, diesen auf Wirksamkeit zu prüfen. Die KESB ist in allen Kantonen in der Schweiz vertreten und kann auch zusätzliche Maßnahmen durchführen, die Kosten verursachen. Dies lässt sich mit einem gültigen Vorsorgeauftrag vermeiden. 

Erstellen Sie jetzt Ihren Vorsorgeauftrag Bern, Ihren Vorsorgeauftrag St. Gallen oder einen Vorsorgeauftrag in Aargau oder anderen Schweizer Kantonen gemeinsam mit Ihrem Rechtsanwalt für Erbrecht von Erbrechtsinfo.ch.

Was beinhaltet ein Vorsorgeauftrag und welche Wirkung hat dieser?

Ein Vorsorgeauftrag ist in drei Bereiche unterteilt: die Personensorge, die Vermögenssorge und die Vertretung im Rechtsverkehr. Es ist jedem selbst überlassen, ob er für jeden der Bereiche eine Vertretungsperson bestimmt, eine Person mit zwei Bereichen beauftragt oder ihr gar alle drei Bereiche anvertraut.

Näher wird diese Bestimmung in Art. 360 ZGB geregelt. Im Folgenden befassen wir uns nun näher mit den drei einzelnen Bereichen des Vorsorgeauftrags.

Personensorge

Der Bereich der Personensorge im Vorsorgeauftrag kann nur an eine natürliche Person übertragen werden. Die Personenvorsorge im Vorsorgeauftrag betrifft sowohl das körperliche und geistige als auch das seelische Wohlbefinden eines Menschen.

Weil die hier bestimmte Vertretungsperson nach Ihren Wünschen handeln soll, ist es wichtig, dass schriftlich möglichst detailliert festgehalten wird, was Ihre Werte sind und welche Wünsche sie haben.

Hinweis!

Es ist sinnvoll, für die Personenvorsorge im Vorsorgevertrag und die Patientenverfügung (falls vorhanden) dieselbe Person als Vertreter zu bestimmen, weil der Bereich der Personensorge im Vorsorgeauftrag und die Patientenverfügung einen ähnlichen Inhalt haben.

Vermögenssorge

Im Bereich der Vermögenssorge im Vorsorgeauftrag wird die Verantwortung für das Vermögen an einen Vertreter übertragen. Die Vertretungsperson ist jedoch zu einer sachgerechten Verwendung Ihres Vermögens verpflichtet und muss sich um die Begleichung von Rechnungen und die Deckung Ihrer Lebenskosten kümmern.

Anders als die Personensorge kann die Vermögenssorge im Vorsorgeauftrag auch an eine juristische Person übertragen werden, beispielsweise eine Bank.

Schlichtung durch ein Schiedsverfahren

Das Streitschlichtungsverfahren wird mit einem schriftlichen Gesuch eingeleitet. Um den Erbstreit beizulegen, werden dann alle Beteiligten Parteien zu einem schlichtenden Gespräch beziehungsweise einer mündlichen Verhandlung eingeladen. Im besten Fall endet der Erbstreit mit einer beidseitigen Einigung im Schiedsverfahren. Die Chancen hierfür stehen gut: Die Schweizer Schlichtungsbehörden schaffen es im Schnitt, 60 Prozent aller Zivilfälle zu schlichten und ein Gerichtsverfahren zu verhindern.

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Vertretung im Rechtsverkehr

Die Vertretung im Rechtsverkehr im Vorsorgeauftrag kann wie die Vermögenssorge entweder an eine natürliche Person oder an eine juristische Person übertragen werden. Der von Ihnen bestimmte Vertreter hat dann das Recht, Sie rechtlich zu vertreten – und zwar gegenüber Behörden, Banken, der Familie und so weiter.

Wichtig zu wissen ist, dass die Vertretung im Rechtsverkehr nur alltägliche Geschäfte meint, nicht aber solche für größere Angelegenheiten wie beispielsweise den Verkauf einer Immobilie. Natürlich können Sie auch die Vertretung für solche Geschäfte an die gewählte Person übertragen. Dies müssen Sie im Vorsorgeauftrag allerdings eindeutig festschreiben.

Ehefrau unterzeichnet in Gegenwart ihres Mannes den Vorsorgeauftrag

Benötige ich einen Anwalt?

Niemand ist gezwungen, sich zur Vorsorgeauftrag Erstellung einen Anwalt zu nehmen. Allerdings ist es mehr als empfehlenswert, sich bei der Vorsorgeauftrag Erstellung von einem Fachanwalt für Erbrecht detailliert beraten zu lassen und auch beim Vorsorgeauftrag aufsetzen auf die Expertise eines Erbrechtsexperten zu vertrauen. 

Zwar gibt es im Netz viele Vorsorgeauftrag Muster, die allerdings häufig Formfehler enthalten und nicht unmissverständlich genug verfasst sind. Vorsorgeauftrag Muster dienen daher nur der Vorabinformation.

 Wenn es aber darum geht, einen Vorsorgeauftrag zu erstellen, ist man mit einem Erbrechtsexperten bestens beraten. Auf jeden Fall ist es ratsam, einen Vorsorgeauftrag vom Experten prüfen zu lassen. Den passenden Ansprechpartner finden Sie gleich hier auf Erbrechtsinfo.ch.

Welche Formvorschriften gibt es für den Vorsorgeauftrag?

Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Vorsorgeauftrags: den eigenhändigen Vorsorgeauftrag und den öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrag. Im Folgenden klären wir, inwiefern sich die beiden Vorsorgeauftrag Arten voneinander unterscheiden.

Sollten dennoch Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gern an einen Fachanwalt für Erbrecht von Erbechtsinfo.ch. Unsere Experten können Sie nicht nur zum Vorsorgeauftrag beraten, sondern auch zu allen anderen erbrechtlichen Themen wie beispielsweise dem Pflichtteil, der gesetzlichen Erbfolge und dem Testament.

Eigenhändiger Vorsorgeauftrag

Zum einen haben Sie die Möglichkeit, einen eigenhändigen Vorsorgeauftrag zu erstellen. Dieser Vorsorgeauftrag kann von Hand geschrieben werden. Wichtig ist, dass Sie daran denken, den Vorsorgeauftrag sowohl mit Datum als auch mit Unterschrift zu versehen.

Wenn sie im Nachhinein Änderungen an Ihrem eigenhändigen Vorsorgeauftrag vornehmen möchten, können Sie dies jederzeit tun. Sie müssen die Änderungen lediglich handschriftlich einfügen. Wichtig ist, dass sie alle Änderungen am eigenhändigen Vorsorgeauftrag klar kennzeichnen und neu mit Datum versehen und unterschreiben.

Öffentlich beurkundeter Vorsorgeauftrag

Neben dem eigenhändigen Vorsorgeauftrag gibt es noch den öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrag. Dieser wird gemeinsam mit einem Rechtsanwalt für Erbrecht oder einem Notar erstellt und im Anschluss von einem Notar beurkundet. 

Der Vorteil zum eigenhändigen Vorsorgeauftrag besteht beim öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrag darin, dass der Notar den Vorsorgeauftrag vor der Beurkundung auf Richtigkeit überprüft. Allerdings besteht auch bei einem eigenhändigen Vorsorgeauftrag die Möglichkeit, diesen von einem Fachanwalt für Erbrecht prüfen zu lassen.

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Wo kann ich meinen Vorsorgeauftrag hinterlegen und wieviel kostet das?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das ist sie ihren Vorsorgeauftrag zuhause aufbewahren. Hier ist es allerdings wichtig, dass ihre Angehörigen darüber Bescheid wissen, wo genau ihr Vorsorgeauftrag ist. Schließlich kann er nur so im Ernstfall gefunden werden. 

Wenn Sie sichergehen möchten, dass der Hinterlegungsort Ihres Vorsorgeauftrages im Zweifelsfall gefunden wird, haben Sie die Möglichkeit, ihn beim Zivilstandesamt zu vermerken. Hierfür wird eine Gebühr von 75 Franken erhoben.

Hinweis!

Es ist außerordentlich wichtig, dass der Vorsorgeauftrag im Original vorliegt. Eine Kopie wird von der KESB nämlich nicht anerkannt.

Was passiert, wenn ich ohne Vorsorgeauftrag urteilsunfähig werde?

Wenn Sie urteilsunfähig werden, aber keinen Vorsorgeauftrag haben, kommt es darauf an, ob Sie einen Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner haben oder alleinstehend sind. Was in welchem Fall genau passiert, werden wir im Folgenden näher erläutern.

Eheleute und eingetragene Partner

Das Schweizer Zivilgesetzbuch geregelt in Art. 374, dass einem Partner ein Vertretungsrecht für alltägliche Handlungen zusteht, wenn ein Partner urteilsunfähig wird und kein Vorsorgeauftrag vorliegt.

Voraussetzung hierfür ist nach dem genannten Artikel ein gemeinsamer Haushalt oder die regelmäßige Leistung von persönlichem Beistand. Das gesetzliche Vertretungsrecht umfasst:

  1. alle Rechtshandlungen, die zur Deckung des Unterhaltsbedarfs üblicherweise erforderlich sind
  2. die ordentliche Verwaltung des Einkommens und der übrigen Vermögenswerte; und
  3. nötigenfalls die Befugnis, die Post zu öffnen und zu erledigen.

Für sogenannte außerordentliche Vermögensverwaltungen, beispielsweise den Verkauf einer Liegenschaft, muss die Zustimmung des KESB eingeholt werden.

Alleinstehende Personen

Was mit alleinstehenden Personen ohne Vorsorgeauftrag geschieht, die urteilsunfähig werden, wird in Art. 281 ZGB näher geregelt. Demnach versucht die KESB ohne Vorsorgeauftrag zunächst, einen der nächsten Verwandten als Vertretungsperson einzusetzen. Wenn dies jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, errichtet die KESB eine Vertretungsbeistandschaft. Dies ist dann der Fall, wenn:

  1.  unklar ist, wer vertretungsberechtigt ist;
  2. die vertretungsberechtigten Personen unterschiedliche Auffassungen haben; oder
  3. die Interessen der urteilsunfähigen Person gefährdet oder nicht mehr gewahrt sind.

Welche Rechte und Pflichten hat ein Vorsorgebeauftragter?

Wer die Beauftragung zum Vorsorgeberechtigten annimmt, hat verschiedene Rechte und Pflichten. Zu diesen zählen unter anderem folgende:

  • Der Vorsorgebeauftragte muss die KESB davon in Kenntnis setzen, dass ein Vorsorgefall eingetreten ist.
  • Alle im Vorsorgeauftrag festgehaltenen Geschäfte sind vom Vorsorgebeauftragten wahrzunehmen.
  • Der Vorsorgebeauftragte muss die rechtsgeschäftliche Vertretung der urteilsunfähigen Person im vereinbarten Rahmen übernehmen.
  • Der Vorsorgebeauftragte muss sich an die Weisungen im Vorsorgeauftrag halten.
  • Der Vorsorgebeauftragte hat das Recht, seinen Auftrag zu kündigen. Hier gilt eine Frist von zwei Monaten.
  • Der Vorsorgebeauftragte erhält eine KESB Vorsorgeauftrag Urkunde, die ihn als Vorsorgebeauftragten ausweist.
Hinweis!

Ein Vorsorgeauftrag tritt erst mit der Urteilsunfähigkeit der Person in Kraft, die ihn aufgesetzt hat. Er bietet also die Möglichkeit, die eigene Vertretung für den Fall der Urteilsunfähigkeit zu planen, während man noch urteilsfähig ist.

Wie finde ich die richtige Vertretungsperson?

Die richtige Vertretung Person Für den Fall der eigenen Urteilsunfähigkeit zu finden, ist gar nicht so einfach. Am wichtigsten ist natürlich, dass sie der von Ihnen gewählten Personen vertrauen. Schließlich soll diese Person ihre Vertretungen übernehmen, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind, ihre Angelegenheiten zu regeln. 

Es empfiehlt sich also nicht, jemanden im Vorsorgeauftrag einzusetzen, mit dem Sie schon immer Konflikte hatten. Denken Sie daran, dass ihre Vertretungsperson körperlich und geistig dazu in der Lage sein muss, Ihre Vertretung zu übernehmen. Dementsprechend ist es nicht unbedingt ratsam, eine Person im Vorsorgeauftrag einzusetzen, die wesentlich älter ist als Sie. 

Wenn Sie denken, die passende Vertretungspersonen für ihren Vorsorgeauftrag gefunden zu haben, suchen Sie unbedingt das Gespräch. Klären Sie gemeinsam alle offenen Fragen und fragen die Person, ob Sie sie im Vorsorgeauftrag als Vertretungsperson einsetzen dürfen.

Vorsorgeauftrag Kosten

Wenn sie sich nicht dazu entschließen, einen eigenhändigen Vorsorgeauftrag zu erstellen, entstehen Vorsorgeauftrag Kosten. Diese belaufen sich vor allem auf die Notarkosten für die öffentliche Beurkundung des Vorsorgevertrages. Wie hoch die Vorsorgeauftrag Kosten im Einzelnen sind, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich und hängt auch davon ab, wie viel Zeit der Vorsorgeauftrag in Anspruch nimmt. 

Wer einen eigenhändigen Vorsorgeauftrag vom Rechtsanwalt für Erbrecht prüfen lassen möchte, muss auch hiermit Vorsorgeauftrag Kosten rechnen. Hier kann mit dem Rechtsanwalt für Erbrecht entweder eine Pauschale oder eine stundenweise Abrechnung vereinbart werden. 

Wer den Hinterlegungsort seines Vorsorgeauftrages beim Zivilstandsamt eintragen lassen möchte, muss hierfür zusätzlich mit einer Gebühr von circa 70 Franken rechnen.

Wie funktioniert der Widerruf und das Erlöschen eines Vorsorgeauftrages?

Wer einen Vorsorgeauftrag errichtet, kann ihn jederzeit widerrufen, solange er noch urteilsfähig ist. Der Widerruf geschieht entweder durch Vernichtung des Vorsorgeauftrages oder durch eine erneute notarielle Beurkundung. Sollte eine zwischenzeitlich urteilsunfähige Person ihre Urteilsfähigkeit wiedererlangen, verliert der Vorsorgeauftrag seine Gültigkeit.

Tipp!

Denken Sie daran, dass es die Möglichkeit gibt, im Vorsorgeauftrag eine stellvertretende Vertretungsperson zu bestimmen. Falls die erste Vertretungsperson selbst gesundheitlich angeschlagen oder anderweitig verhindert ist, ist Ihre Versorgung so trotzdem sichergestellt.

Vorsorgeauftrag Vorlage

Wer sich für die Errichtung eines Vorsorgeauftrags interessiert, der sucht häufig im Internet nach einem Vorsorgeauftrag Muster oder einer Vorsorgeauftrag Vorlage. Die Vorsorgeauftrag Muster beziehungsweise Vorsorgeauftrag Beispiele dienen allerdings nur der ersten Orientierung und sollten nicht als Grundlage für den eigenen Vorsorgeauftrag übernommen werden.

Vorsorgeauftrag Vorlagen aus dem Internet enthalten häufig schwerwiegende Formfehler, die im schlimmsten Fall zur Unwirksamkeit des Dokuments führen können. Wer einen Vorsorgeauftrag erstellen möchte, sollte sich unbedingt an einen Anwalt für Erbrecht wenden. Dieser kann Sie mit seinem Know-how und seiner langjährigen Expertise fachgerecht beraten und Ihnen alle Fragen beantworten.

Finden Sie in der Anwaltssuche von Erbrechtsinfo.ch den passenden Anschrift Ansprechpartner in Ihrer Region. Wenn Sie möchten, können Sie noch heute unverbindlich Kontakt aufnehmen. Gerne sind die Anwälte von Erbrechtsinfo.ch Ihnen auch bei anderen erbrechtlich in Themen wie beispielsweise dem Unterhalt und Unterhaltsrecht, der Vermögensübertragung oder einem Schenkungsvertrag behilflich.

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